Eine Schule für alle
Do., 09.02.2012
Arbeitskreis Schulentwicklung stellt bei Bildungskonferenz Konzept für Sekundarschule vor
Bürgermeister Wolfgang Pieper und Alois Brinkkötter (r.) diskutierten bei der Bildungskonferenz mit Schülern, Lehrern und Elternvertretern.
Telgte -
„Zwei Schulen – ein gemeinsames Ziel“: Unter diesen Leitgedanken stellte Alois Brinkkötter, externer Moderator des Arbeitskreises Schulentwicklung, am Mittwochabend bei der zweiten Bildungskonferenz seine Ausführungen zur Sekundarschule, die er als passgenaue Lösung für Telgte ansieht. Denn, das machte er deutlich, die Vorgaben der Politik, dass G8 und G9 sowie weiterhin alle Schulabschlüsse möglich sind, würden erfüllt. Deutlich unterstützte er die Bezirksregierung, die sich gegen eine Gesamtschule ausgesprochen hatte. „Ein Gymnasium mit einer derartig hohen Akzeptanz aufzulösen wäre falsch“, sagte Brinkkötter.
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„Zwei Schulen – ein gemeinsames Ziel“: Unter diesen Leitgedanken stellte Alois Brinkkötter, externer Moderator des Arbeitskreises Schulentwicklung, am Mittwochabend bei der zweiten Bildungskonferenz seine Ausführungen zur Sekundarschule, die er als passgenaue Lösung für Telgte ansieht. Denn, das machte er deutlich, die Vorgaben der Politik, dass G8 und G9 sowie weiterhin alle Schulabschlüsse möglich sind, würden erfüllt. Deutlich unterstützte er die Bezirksregierung, die sich gegen eine Gesamtschule ausgesprochen hatte. „Ein Gymnasium mit einer derartig hohen Akzeptanz aufzulösen wäre falsch“, sagte Brinkkötter.
Zuvor hatte der Experte in allen Einzelheiten die Grundzüge einer Sekundarschule für Telgte vorgestellt. Drei zentrale Elemente bestimmen dabei das pädagogische Konzept. Von Klasse fünf bis zehn hat jede Klasse zwei Klassenlehrerinnen. Diese sechs Pädagogen zusammen wiederum bilden als Jahrgangsteam eine pädagogische Einheit und werden unterstützt von Sozial- und Sonderpädagogen.
Drei Profilangebote, Musik, Kunst und Sport, sollen dafür sorgen, dass die Schüler gefordert und gefördert werden. Hinzu kommt ab Klasse sechs ein neues, dreistündiges Hauptfach aus den Bereichen zweite Fremdsprache, Naturwissenschaften oder Arbeitslehre.
An drei Tagen in der Woche ist Ganztagsunterricht bis 15.45 Uhr, an den beiden übrigen endet die Schule um 13.15 Uhr.
Als ganz wesentlich für das Modell stellte Brinkkötter heraus: Die Übergänge werden gemeinsam begleitet, sowohl beim Wechsel von der Grund- zur weiterführenden Schule als auch beim Wechsel zwischen den Schulen. Eine unterrichtsbezogene Zusammenarbeit, ein abgestimmtes Berufsorientierungskonzept sowie eine enge Lehrerkooperation bis hin zum Lehreraustausch sind weitere Bausteine. Hinzu kommen die Förderung des sozialen Miteinanders und ein abgestimmtes Elterninformations- und Beratungsangebot. „Die Sekundarschule ist keine Konkurrenz zum Gymnasiums, sondern hat mit ihr eine Vielzahl von Berührungspunkten“, betonte Brinkkötter. Außerdem ermögliche das Gesamtsystem viele individuelle Bildungswege.
Große Harmonie herrschte anschließend bei der Diskussion. Lediglich in einigen Bereichen ist nach Meinung der Anwesenden noch Feintuning notwendig. Ganz deutlich machte Bürgermeister Wolfgang Pieper dabei, dass etwas erarbeitet werden müsse, das Bestand haben muss. Wir müssen daher alle Eventualitäten im Vorfeld ansprechen und ausschließen.“
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