Grünes Licht für Ganztag an der Loburg?
Do., 23.02.2012
Start nach den Sommerferien möglich
Offenbar kommt der gebundene Ganztag auf der Loburg doch. Die Verantwortlichen sind dafür gerüstet.
Ostbevern -
Im Sommer 2011 sah es noch so aus, als würde das Schulministerium dem Wunsch der Loburg, das Gymnasium zu einer gebundenen Ganztagsschule zu machen, die Zustimmung verweigern. Wie Schulleiter Michael Bertels jetzt berichtet, kann der gebundene Ganztag vielleicht schon zum neuen Schuljahr eingeführt werden.
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Der Weg zu einer gebundenen Ganztagsschule kann zuweilen steinig sein. Diese Erfahrung machte die Loburg im vergangenen Jahr. Zwar hatte sich eine große Mehrheit der Schulkonferenz nach zahlreichen Gesprächen zwischen Elternvertretern und Lehrern dafür ausgesprochen, einen Antrag auf Einführung des gebundenen Ganztags an die Landesregierung zu stellen. In einem Brief aus dem Schulministerium hieß es dann aber in den Sommerferien 2011, dass die Landesregierung solche Genehmigungen nur für öffentlich-rechtliche Gymnasien erteilt habe. Ersatzschulen würden nicht als Ganztagsschulen genehmigt.
Das ist Schnee von gestern. Jetzt sieht es so aus, als würde dem Antrag der Loburg doch noch stattgegeben werden. Und zwar in gar nicht langer Zeit: Wie Schulleiter Michael Bertels berichtet, hängt die endgültige Entscheidung wohl lediglich von der Zustimmung des Landtags im Rahmen der Haushaltsberatungen ab. Wenn diese erfolge, dann könne der gebundene Ganztag an der Loburg schon zum neuen Schuljahr eingeführt werden. „Geplant ist, dann dienstags, mittwochs und donnerstags jeweils ein Unterricht bis 15.15 Uhr“, so der Pädagoge.
Die Vorteile einer gebundenen Ganztagsschule beschreibt Bertels schon in der Jahresschrift 2011 der Loburg so: „Es gibt mehr Möglichkeiten zur individuellen Förderung, der Tagesablauf wird strukturierter, Hausaufgaben werden zu Schulaufgaben, es besteht Planungssicherheit für Vereine und Arbeitsgemeinschaften, bei den Schülern entsteht eine höhere Identifikation mit der Schule, Buskosten können reduziert und durch den Stellenzuschlag viele weitere Aufgaben der Schule realisiert werden.“
An der Loburg, so Bertels weiter, seien im Gegensatz zu vielen anderen Schulen die räumlichen Voraussetzungen bereits gegeben, eine Ganztagsschule zu sein. Zudem unterstütze das Bischöfliche Generalvikariat die Umwandlung in eine gebundene Ganztagsschule „mit großem finanziellen Aufwand“. So würden das Schloss im Inneren neu gestaltet (WN berichteten), Möglichkeiten zur Essenseinnahme für die Schüler geschaffen und der Freizeitbereich gegenüber dem Selbstlernzentrum ausgebaut. „Diese Baumaßnahmen werden uns noch ein paar Jahre begleiten“, prophezeit der Schulleiter.
Nun warten die Verantwortlichen darauf, einen positiven Bescheid der Landesregierung zu bekommen. „Wir stehen in den Startlöchern“, sagt Michael Bertels.