Karl Gründker unterstützt Hilfsorganisation
So., 05.02.2012
Telgter Fenster sorgen in Königsberg für Durchblick
Pfarrer Gauronskas bedankte sich bei Karl Gründker für die Hilfe aus Telgte.
Telgte/Königsberg -
Karl Gründker ist noch immer tief beeindruckt. „Die Dankbarkeit der Menschen rund um Königsberg war unbeschreiblich. Meinen Aufenthalt dort werde ich mein Leben lang nicht vergessen.“
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Der Bauunternehmer aus Glandorf hatte vor zwei Jahren mit seinen Mitarbeitern das ehemalige Michaelsheim im Klatenberg abgerissen. Durch seine Kontakte zu Theodor Große-Starmann, Projektleiter Königsberghilfe der Caritas in der Diözese Osnabrück, wurden seinerzeit Fenster, Sanitärinstallationen, Türen und vieles mehr aus dem ehemaligen Wohnheim ausgebaut, auf Lkw verfrachtet und in das heutige Kaliningrad gebracht. Auf rund 200 000 Euro schätzt Karl Gründker den Wert der Gegenstände, die aus Telgte kamen.
Bei einem weiteren Hilfstransport nach Königsberg nutzte der Unternehmer jetzt die Chance, sich darüber zu informieren, wie die Spenden verwandt worden sind.
„Fast alle der über 130 Fenster, die wir am Klatenberg ausgebaut haben, sind bereits in Häuser eingebaut worden. Vor allem vielen Familien konnte damit geholfen werden“, sagt Karl Gründker. Auch die zahlreichen Sanitärinstallationen, etwa Toiletten und Waschbecken, seien allesamt an Bedürftige weitergegeben worden. Der erfahrene Bauunternehmer war regelrecht verwundert, mit wie viel Einfallsreichtum und Können die Stücke gereinigt, aufgearbeitet und eingebaut wurden. „Es ist schön, dass Gegenstände, die bei uns weggeworfen werden sollten, dort weiterhin eine sinnvolle Verwendung finden“, betont der Fachmann. Nach dem Erfolg dieser ersten Transporte hat er bereits weitere vermittelt. Beispielsweise auch aus dem von ihm „Am Schilde“ in Telgte renovierten Haus wurden Einzelteile nach Königsberg gebracht.
„Wir können garantieren, dass die Hilfe richtig ankommt und korrekt verteilt wird“, betonen Theo Große-Starmann und sein Mitstreiter Helmut Buschmeyer, die Karl Gründker unterstützt. Denn im Laufe der Jahre haben sie ein filigranes Netzwerk aufgebaut. Die wichtigste Anlaufstelle für Bedürftige ist eine Sozialstation, die die Verteilung nach einem genau festgelegten Plan übernimmt. Ergänzt wird das Angebot durch eine Suppenküche, eine Kleiderkammer, eine ärztliche Ambulanz sowie ein Kinderhaus, in dem 25 Kinder und Jugendliche betreut werden.
Um ein solches Netzwerk der Hilfe am Laufen zu halten, sind Theo Große-Starmann und Helmut Buschmeyer, der zusätzlich Landesehrenamtsbeauftragter des Niedersächsischen Fußballverbandes ist, viele Stunde in der Woche unterwegs, um neue Kontakte zu knüpfen und Ideen zu schmieden. Jährlich sammeln sie und ihre Mitstreiter vom sogenannten „Thuiner Kreis“ rund 120 000 Euro an Barspenden ein. Hinzu kommen rund 20 Lkw-Ladungen pro Jahr, die nach Königsberg gebracht werden.
Stolz sind Große-Starmann und Buschmeyer auf die breite Unterstützung aus Fußballer-Kreisen. Sowohl die Franz Beckenbauer- als auch die Uwe Seeler- und die Egidius-Braun-Stiftung spendeten alleine im vergangenen Jahr rund 40 000 Euro für die Suppenküche und das Kinderhaus.
