Tagung auf dem Emshof in Telgte

Di., 07.02.2012

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Lernen auf dem Hof fördern

Tagung auf dem Emshof in Telgte : Lernen auf dem Hof fördern

Der Landtagsabgeordnete Norwich Rüße (3.v.l.) schaute sich auf dem Emshof um und diskutierte zudem mit Vertretern verschiedener Umweltbildungseinrichtungen. Foto: Große Hüttmann

Telgte - 

„Eigentlich müsste es in jedem Kreis einen Schulbauernhof geben“, war sich Norwich Rüße, Landtagsabgeordneter der Grünen, nach seinem Rundgang über den Emshof sicher. Zusammen mit Vertretern der Schulbauernhöfe und „Lernorte Bauernhof“ in NRW sowie verschiedener Umweltbildungseinrichtungen diskutierte er gestern eingehend darüber, wie Schülern das Thema Landwirtschaft näher gebracht werden kann.

Von Andreas Große-Hüttmann

„Eigentlich müsste es in jedem Kreis einen Schulbauernhof geben“, war sich Norwich Rüße, Landtagsabgeordneter der Grünen, nach seinem Rundgang über den Emshof sicher. Zusammen mit Vertretern der Schulbauernhöfe und „Lernorte Bauernhof“ in NRW sowie verschiedener Umweltbildungseinrichtungen diskutierte er gestern eingehend darüber, wie Schülern das Thema Landwirtschaft näher gebracht werden kann.

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Ein gutes Beispiel dafür ist für Ute Wichelhaus, Geschäftsführerin des Emshofes, die Zusammenarbeit mit der Montessori-Schule in Münster. 20 Prozent des Unterrichtes finden auf dem Schulbauernhof statt. In der Praxis bedeutet dies, dass die Siebtklässler einen Tag in der Woche auf dem Emshof verbringen. Dort werden das Erfahren von Landwirtschaft sowie der normale Unterricht auf vielfältige Weise verquickt. Eine Schülerfirma etwa beschäftigt sich mit der Vermarktung der Produkte, während andere zeitgleich eigene Beete pflegen und Gemüse züchten.

Um den Jugendlichen aller Schulformen die naturbelassene Erzeugung von Lebensmitteln und andere Themen näher zu bringen, fordert das Team des Emshofes, dass mindestens fünf von etwa 2000 Tagen im Leben eines Schülers auf einem Schulbauernhof stattfinden müssten. Das geht für die Vertreter der verschiedenen Organisationen einher mit einem adäquaten Personalschlüssel sowie einer besseren finanziellen Förderung.

Auch um das zu erreichen, wollen die Organisationen enger zusammenarbeiten. Der Unterstützung von Norwich Rüße können sie sich sicher sein. Allerdings warnte der Abgeordnete angesichts knapper Kassen vor übertriebenen Hoffnungen.


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