Mi., 28.03.2012

Kunstausstellung an der Realschule Auf den Spuren von Heinrich Friederichs

Kunstausstellung an der Realschule : Auf den Spuren von Heinrich Friederichs

Im Flur des Verwaltungstrakts der Realschule sind die Schülerarbeiten zu sehen. Die Wände hatten die Hausmeister eigens vorher gestrichen. Foto: Greife

Telgte - 

Die drei Kunstkurse der zehnten Klassen an der Realschule haben sich in einem Projekt mit dem Leben und Wirken des Warendorfers Heinrich Friederichs beschäftigt und daraus eine Ausstellung gemacht. Der Bildhauer und Maler starb während des Krieges an der Ostfront in Lettland und wurde nur 32 Jahre alt.

Von Roland Greife

„Ich habe noch nie mit 90 Künstlern eine Ausstellung eröffnet.“ Beate Willemsen begrüßte am Dienstagvormittag die Schülerinnen und Schüler aus den drei zehnten Klassen, die nun im Flur des Verwaltungstrakts der Realschule ihre Arbeiten präsentieren.

Nicht nur die Eröffnung fand in einem besonderen Rahmen statt, auch der Inhalt der Ausstellung ist bemerkenswert. Denn die Jugendlichen haben sich in den Kunstkursen von Beate Schlör, Wolfgang Matschke und eben Beate Willemsen mit dem Leben und künstlerischen Schaffen von Heinrich Friederichs befasst. Der Bildhauer aus Warendorf starb im Alter von nur 32 Jahren während des Krieges an der Ostfront in Lettland.

„Er gehört zu der verlorenen Generation von Künstlern, die im Zweiten Weltkrieg ihr Leben lassen mussten“, sagte Dr. Volker Blase bei der Ausstellungseröffnung. Blase engagiert sich im Förderverein des Heinrich-Friederichs-Museums in Warendorf. Es befindet sich an der Oststraße in Friederichs’ Elternhaus. Auch dessen Sohn Hans-Georg und Schwiegertochter Rosemarie waren zur Ausstellungseröffnung gekommen. Den Kontakt zur Familie hatte Gabi Blumenroth, eine ehemalige Lehrerin der Realschule, hergestellt.

Die Schülerinnen und Schüler hätten sich auf verschiedene Weise der Arbeit Friederichs’ angenähert, berichtete Beate Willemsen. Sie haben kleine Köpfe aus Gips und Ton modelliert und so dessen bildhauerische Tätigkeit aufgegriffen. Auch viele Bilder haben sie gezeichnet, zum Teil Selbstbildnisse, aber auch Porträts von Heinrich Friederichs, darunter zwei großformatige, die als Gemeinschaftswerk aus mehreren Einzelteilen zusammengefügt wurden. „Ich fand das Projekt sehr inter­essant“, sagte Hanna Rohlmann aus der Stufe 10. Die Kreativität sei dadurch gefördert worden.

Der Förderverein des Heinrich-Friederichs-Museums hat der Schule 750 Euro für zukünftige Kunstprojekte gestiftet. Die Ausstellung ist jetzt zunächst bis Ostern in der Schule zu sehen. Beate Willemsen hofft, dass es noch möglich sein wird, einige Schülerarbeiten anschließend in dem Warendorfer Museum zu zeigen.

Die Eröffnung der Kunstausstellung haben die Realschüler Wiebke Tepe, Vanessa Stork, Maja Wejer, Pia Wewelkamp und Stefan Wiebe mit Text-, Musik- und Gesangsbeiträgen gestaltet.

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