Di., 17.04.2012

Realschule testet neues Kommunikationssystem Klassenbücher haben bald ausgedient

Realschule testet neues Kommunikationssystem : Klassenbücher haben bald ausgedient

Testeten gestern zusammen mit Schulleiter Manfred Wolff das neue Kommunikationssystem der Realschule: Gianna Grillemeier und Nadine Schulze (r.). Foto: Große Hüttmann

Telgte - 

Im Sommer könnte das Klassenbuch an der Realschule endgültig ausgedient haben. Dann sollen Unterrichtsthemen, Eintragungen sowie Hausaufgaben nur noch elektronisch eingestellt werden. Zudem können Lehrer, Schüler sowie Eltern Zugriff auf für sie relevante Inhalte erhalten.

Noch ist es Zukunftsmusik, aber im Sommer könnte das Klassenbuch an der Realschule endgültig ausgedient haben. Dann sollen Unterrichtsthemen, Eintragungen sowie Hausaufgaben nur noch elektronisch im Rechner vorgenommen werden. Zudem können Lehrer, Schüler sowie Eltern Zugriff auf für sie relevante Inhalte erhalten. Testweise wird die Neuerung in den nächsten Wochen in der Klasse 8 a ausprobiert.

Die Realschule beschreitet damit neue Wege in der Kommunikation mit Eltern und Schülern. Im Rahmen seiner über Jahre durchgeführten Hospitationen und Besuche ausländischer Schulen ist Schulleiter Manfred Wolff wiederholt deutlich geworden, wie sehr sich die deutsche Schulorganisation von modernen Entwicklungen anderer Länder abgekoppelt habe.

 „Wir haben uns immer wieder Gedanken gemacht, wie wir die Eltern besser, sicher und zeitnah informieren können“,  sagt Schulleiter Manfred Wolff. Denn oftmals müsse er feststellen, dass Mitteilungen bei ihnen verspätet oder überhaupt nicht ankämen. Das gleiche gelte auch für Rückmeldungen der Eltern. Der Schuljahresplaner sei zwar ein gutes, aber „träges Mittel“ der Kommunikation mit den Eltern. Zwar biete das Internet einige Vorteile, ersetze aber die individuelle Kommunikation nicht.

Das alles soll nun eine neue Software optimieren, die Wolff auf der Bildungsmesse didacta gesehen hat und die „Comjell“ heißt. „Mit dem neuen System können wir die Informationen elektronisch übermitteln, auf die gleiche Weise können Eltern unmittelbar mit der Schule kommunizieren. Dabei bleiben alle wichtigen Daten, selbst die E-Mail-Adresse, absolut geschützt“, betont der Schulleiter.

Gleichzeitig wird in der Pilotklasse, der 8 a, ein elektronisches Klassenbuch eingeführt. Eltern und Schüler können so jederzeit Einblick in die dort eingetragenen Unterrichtsinhalte, die zu erledigenden Hausaufgaben bis hin zu angekündigten oder zurückgegebenen Klassenarbeiten und sogar in die An- beziehungsweise Abwesenheitsvermerke ihrer Kinder nehmen. „Selbstverständlich wird dabei der Datenschutz beachtet. Die Struktur von Comjell erlaubt es, neben den allgemeinen Informationen nur personenbezogene Informationen über das eigene Kind zu erfahren“, erläutert der Geschäftsführer des Unternehmens,  Joachim Köhler. Er wird noch in dieser Woche bei einer Informationsveranstaltung den Eltern der Pilotklasse alle noch offenen Fragen beantworten.

Ein weiterer Vorteil spricht laut Manfred Wolff für die Einführung eines solchen EDV-gestützten Systems. „Durch den damit verbundenen Verzicht auf Klassenbücher, zahlreiche Papierformulare und Kopien werden auch erhebliche Ressourcen eingespart.“

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