Di., 05.06.2012

Mobile Bildungsinitiative hält an der Realschule Jüdisches Museum macht Schule

Mobile Bildungsinitiative hält an der Realschule : Jüdisches Museum macht Schule

Schüler entdecken im Workshop »Meine Seite(n)« mit iPads die Lebenswelt des jüdischen Teenagers Adam. Foto: Cornelius M. Braun

Telgte - 

Zweimal hatte sich die Realschule vergeblich bemüht, beim dritten Versuch hatte sie Glück: Das Jüdische Museum Berlin kommt am Donnerstag, 14. Juni, mit seiner mobilen Ausstellung nach Telgte.

Alle Schülerinnen und Schüler sollen in den Pausen Gelegenheit bekommen, sich die Ausstellung anzusehen, berichtete Initiator Norbert Sudmann. Drei Gruppen aus den Jahrgangsstufen 6 bis 8 werden sich über zwei Stunden intensiver damit auseinandersetzen, und zwei weitere (Klassen 7 und 10) nehmen an einem Workshop teil.

Das Projekt „on.tour – Das Jüdische Museum Berlin macht Schule“ gibt es seit 2007. NRW ist in der kommenden Woche die fünfte Station der bundesweiten Tour, bei der 2012 insgesamt 85 weiterführende Schulen angesteuert werden.

Das Jüdische Museum hat sein mobiles Bildungsangebot frisch überarbeitet. Noch interaktiver, mit neuem Design und vielen neuen Objekten werden vier Themeninseln aufgebaut und der interaktive iPad-Work­shop „Meine Seite(n)“ angeboten. Inhaltlich geht das neue Angebot bewusst über jüdische Themen hinaus: Konfrontiert mit lebendigem Judentum, sollen die Schüler über Toleranz, Integration und Identität diskutieren und ihre eigenen Werte, Ansichten und Ziele hinterfragen, heißt es in einer Pressemitteilung.

An den Themeninseln („Einmal“, „Lebenswege“, „Fünf Sinne“, „Who is Who“) mit je fünf Ausstellungsvitrinen können die Schüler in jüdische Lebensläufe, jüdische Religion und jüdischen Alltag eintauchen. Alle Objekte in den Vitrinen können angefasst und die Seitenwände abgenommen und beschriftet werden. Multimediale Anwendungen helfen, die Ausstellung auch eigenständig zu erkunden. Der Streifzug durch das Judentum wird unterstützt von einem Quiz. Mit Fragen und in kleinen Diskussionsgruppen wird immer wieder der Bogen gespannt zur eigenen Lebenswelt.

In dem dazugehörigen interaktiven Workshop „Meine Seite(n)“ steht die Arbeit mit iPads im Vordergrund: Die Schüler tauchen in die Lebenswelt von sechs Jugendlichen mit unterschiedlichem jüdischem Hintergrund ein. Im Zentrum des Workshops „So einfach war das“ steht die Beschäftigung mit jüdischer Kindheit und Jugend in Deutschland nach 1945.

Mit dem mobilen Projekt sieht sich das Jüdische Museum Berlin als Pionier, um eine zeitgemäße Museumsdidaktik und -technik auch außerhalb des Ausstellungsgebäudes in Berlin-Kreuzberg präsentieren zu können.

Die Beschäftigung mit jüdischer Geschichte ist an der Realschule ein fortlaufendes Projekt.

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