Mo., 02.07.2012

Besuch von Schülern aus Zypern an der Realschule / Gemeinsame Projektarbeit Am Ende flossen Tränen

Besuch von Schülern aus Zypern an der Realschule / Gemeinsame Projektarbeit : Am Ende flossen Tränen

Vor dem Kindermuseum Münster stellten sich die Zyprioten und ihre Gastgeber aus Telgte zum Gruppenbild auf Foto: Realschule

Telgte - 

Eine ereignisreiche Zeit ging am Wochenende für die Realschüler und ihre zypriotischen Gäste zu Ende. Zahlreiche Tränen flossen beim Abschied, denn die Jugendlichen hatten zehn Tage angefüllt mit vielen Programmpunkten und persönlichen Begegnungen verbracht.

Bereits seit einem Jahr arbeiten zahlreiche Schüler beider Einrichtungen im Rahmen ihres Regelunterrichts an unterschiedlichen Problemfeldern zu dem gemeinsam gewählten Projekt-Thema „Save Energy – Care About Tomorrow“. Auch während des Besuchs der zypriotischen Gäste in Deutschland stand diese gemeinsame Arbeit im Mittelpunkt. Gleichwohl hatten ihre deutschen Gastgeber ein umfassendes Programm auf die Beine gestellt, in dessen Rahmen das Klimahaus in Bremerhaven, die Insel Helgoland und die Hansestadt Hamburg standen.

Dabei lernten die Schüler aus der zypriotischen Hauptstadt das deutsche Wetter in all seinen Facetten kennen: Denn während in ihrem Heimatland derzeit Tagestemperaturen bis 40 Grad herrschen, erlebten sie die Nordseeinsel in strömendem Regen. Überdies sorgte der Seegang für etliche Seekranke. Vom Regen selbst waren die jungen Zyprioten eher begeistert als enttäuscht, denn auf Zypern ist Wassermangel an der Tagesordnung.

Hamburg beeindruckte die Schüler durch seinen Hafen. Dabei hatten sie das Glück, eines der größten Containerschiffe der Welt bei dessen Auslaufen beobachten zu können. Ein weiterer Tag stand im Zeichen Münsters mit Zoobesuch und Innenstadtbesichtigung, während der Donnerstag noch einmal vom gemeinsamen Thema bestimmt war. Mit der Besichtigung der Sorpetalsperre lernten die Schüler eine Möglichkeit kennen, wie Energie mit Hilfe von Wasser erzeugt und andererseits auch gespeichert werden kann. Beim anschließenden Besuch der Dechenhöhle erlebten die Schüler, wie der Klimawandel seine Spuren selbst in einer Tropfsteinhöhle hinterlässt.

Mit dem Besuch des Bergbautrainingszentrums in Recklinghausen endete das umfassende Besuchsprogramm. Dieser Punkt hatte es noch einmal in sich. Denn die Schüler erlebten, ausgestattet mit Helm und Grubenjacke, Bergbau live. Sie durften dabei mit dem Streckenfahrrad fahren, Kohlehobel, Walzenschrämlader und Streckenvortriebsbohrer bedienen und sogar mit dem Drehkipplader fahren.

Resümierend stellten die Vertreter beider Schulen fest, dass das noch über ein weiteres Jahr laufende Projekt bereits zu diesem Zeitpunkt als ein voller Erfolg gewertet werden könne. „Teamarbeit unter den Lehrern hat eine Tradition an unserer Schule, doch selten zuvor hat ein Projekt derart dazu beigetragen, den Teamgedanken nicht nur unter den Schülern nachhaltig zu fördern, sondern insbesondere auch das Zusammenwirken der beteiligten Lehrer deutlich auszuweiten“, äußerte sich Schulleiter Manfred Wolff, der bislang an allen Europa-Projekten initiativ beteiligt war. Ähnliches gilt auch für die Sicht der zypriotischen Lehrerinnen und Lehrer. „Wir haben uns wohlgefühlt in Telgte, und die Gastfreundschaft, die wir hier erlebt haben, hat uns wieder überwältigt. Zwei Mädchen erklärten gar, dass sie am liebsten hier bleiben würden“, so Antonia Eleftheriou, projektverantwortliche Lehrerin des Egkomis-Gymnasiums. Und Heike Brand fügt hinzu, „wie schön es ist zu erleben, wie die gemeinsame Arbeit über weite Distanzen – immerhin ist Zypern das äußerst südöstliche Land der Europäischen Union – zusammenschweißt und dadurch inzwischen sogar private Freundschaften entstanden sind.“

Im Herbst werden die Telgter für elf Tage nach Zypern reisen.

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