Di., 23.10.2012

Speed-Dating von Schule und Unternehmen im Bürgerhaus kam gut an Netzwerk geknüpft

Speed-Dating von Schule und Unternehmen im Bürgerhaus kam gut an : Netzwerk geknüpft

50 Unternehmer und ebenso viele Lehrer knüpften am Dienstag im Bürgerhaus nicht nur Kontakte, sondern entwickelten auch Ideen, wie Schulen und Betriebe noch enger zusammenarbeiten können. Foto: Große Hüttmann

Telgte - 

Dr. Winfried Kösters fand beim sogenannten Speed-Dating zwischen Unternehmen und Schule am Dienstagnachmittag im Bürgerhaus deutliche Worte: „Telgte muss seiner Jugend Perspektiven bieten, sonst geht sie woanders hin“, sagte der Demografie-Experte vor rund 50 Unternehmern aus der Emsstadt und ebenso vielen Lehrern von Haupt- und Realschule.

Von A. Große Hüttmann, A. Große Hüttmann

Dr. Winfried Kösters fand beim sogenannten Speed-Dating zwischen Unternehmen und Schule am Dienstagnachmittag im Bürgerhaus deutliche Worte: „Telgte muss seiner Jugend Perspektiven bieten, sonst geht sie woanders hin“, sagte der Demografie-Experte vor rund 50 Unternehmern aus der Emsstadt und ebenso vielen Lehrern von Haupt- und Realschule.

Zur Untermauerung seiner Thesen ließ er Zahlen sprechen: In den vergangenen rund 45 Jahren hat sich bundesweit die Geburtenrate halbiert. Was für die nachwachsende Generation gut sei, denn jeder bekäme problemlos einen Arbeitsplatz, werde für die Unternehmen zum großen Problem: „Gehen Sie nicht davon aus, dass Menschen aus anderen Teilen der Republik zum Arbeiten nach Telgte kommen. Sondern viel wahrscheinlicher ist, dass Sie um die Arbeitskräfte vor Ort buhlen müssen und wahrscheinlich nicht alle Stellen besetzen können“, sagte der Experte an die Unternehmer gerichtet. Insofern, das machte er ganz deutlich, sei Engagement gefragt. Adidas etwa habe bewusst sein neues Werk im Landkreis Vechta gebaut, weil dort besonders viele junge Menschen wohnen würden und damit der Ausbildungs- und Arbeitskräftenachwuchs langfristig gesichert sei.

Bürgermeister Wolfgang Pieper lobte das Projekt, bei dem sowohl die Unternehmen als auch die Lehrkräfte als Multiplikatoren an einen Tisch kämen, um sich in kurzer Zeit besser kennenzulernen, voneinander zu lernen sowie miteinander zu reden, um dann gezielt Schüler in Ausbildungsplätze vermitteln zu können. „Unser Ziel muss es sein, rechtzeitig den Kontakt zu den Jugendlichen zu knüpfen, um sie als Fachkräfte und als engagierte Bürger an unsere Stadt zu binden“, sagte er.

Doch nicht allein das Kennenlernen stand anschließend im Mittelpunkt, vielmehr wurden auch Lösungsansätze erarbeitet (siehe Kasten). Diese Ideen sowie Teilnehmerlisten wird der städtische Wirtschaftsförderer Andreas Bäumer bald an die Schulen und Unternehmen verschicken. „Wir wollen die hier geknüpften Kontakte nutzen, um beide Seiten noch intensiver als bisher zusammenzuführen“, sagte er zum Abschluss des Projektes.

Hochzufrieden war auch Dr. Winfried Kösters. Der erfahrene Demografie-Experte hatte damit ebenfalls Neuland betreten. „Meines Wissens ist das die erste Veranstaltung dieser Art in Deutschland“, sagte er. Die damit gemachten Erfahrungen will er nutzen und hat bereits der IHK Frankfurt vorgeschlagen, einen ähnlichen Weg zu beschreiten.

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