Mo., 25.02.2013

Oldtimer Herz hängt am Ford 20M XL

Ein Schätzchen der besonderen Art hat Markus Mentrup in rund 3000 Arbeitsstunden auf Vordermann gebracht.

Ein Schätzchen der besonderen Art hat Markus Mentrup in rund 3000 Arbeitsstunden auf Vordermann gebracht. Foto: Teuber

Ostbevern - 

„Wenn mehr als drei Deutsche zusammenkommen, gründen sie einen Verein“, sagt ein Sprichwort. Das dürfte übertrieben sein. Abgesehen davon, dass für eine Vereinsgründung mindestens sieben Personen notwendig sind. Helmut Niehoff und Ralf Pieper allerdings wollen tatsächlich einen Verein gründen. Die „Oldtimer-Freunde Ostbevern“. Und wie es aussieht, dürften dazu mehr als sieben Interessierte zusammenkommen.

Von Sigmar Teuber

Markus Mentrup ist einer von ihnen. Seine Liebe zu alten Autos entdeckte er in jungen Jahren. Der Sprössling war gerade einmal 15, als er mit Papas Wagen – einem Ford 17M, auch als „Badewanne“ bekannt – die ersten Runden auf dem heimischen Acker drehen durfte. Wenig später entdeckte er einen ausgedienten Ford 20M XL, Baujahr 1971. Ohne TÜV und in keinem guten Zustand. 450 D-Mark musste er für das Schätzchen auf den Tisch blättern, „weil der Fahrgastraum noch einigermaßen erhalten war“, erinnert er sich.

Seit rund 25 Jahren ist das gute Stück nun im Besitz der Familie Mentrup. In dieser Zeit hat es sich ganz schön verändert, schließlich hatte der Oldtimer-Fan gleich nach dem Kauf mit der ersten Restaurierung angefangen. „Vor rund acht Jahren“, packte es ihn dann richtig. Er wechselte nicht nur das Dach, sondern im Laufe der Zeit fast das komplette Fahrzeug aus. „Man kann sagen, dass aus fünf Autos ein neues-altes wurde“, so der Bastler.

Rund 3000 Arbeitsstunden hat Mentrup im Laufe der Jahre in den Wagen investiert – „und viele Abendessen für meine Frau, um sie zu besänftigen“, schmunzelt er. Bekannte wie der Tischler Thomas Kremer, der das alte Holzlenkrad so lange bearbeitete, bis es wie neu aussah, halfen beim Umbau und der Restaurierung. „Ohne solche Freunde geht es nicht“, gibt Markus Mentrup zu.

Einen Zwei-Liter-Motor mit 90 PS hat das Fahrzeug, mit dem der Hobby-Bastler inzwischen an vielen Oldtimer-Treffen teilgenommen hat. Ganze 91 Stück des Ford 20M XL gibt es nach seinen Worten noch in der Bundesrepublik. Ein Wagen könnte möglicherweise bald dazukommen: Mentrup hat ein weiteres Schätzchen aufgetan. Das Coupé mit Hardtop macht zwar derzeit nicht den Eindruck, als werde es jemals wieder fahren. Doch der Ostbeverner ist zuversichtlich. Bis Mitte nächsten Jahres will er den Wagen fahrbereit machen. Bekommen soll ihn Ehefrau Stefanie. Die, so hofft Markus Mentrup, eine weitere Kandidatin für den neuen Verein der „Oldtimer-Freunde Ostbevern“ werden könnte.

Zur Gründungsversammlung am 1. März um 20 Uhr in der Gaststätte „Alte Post“ sind alle Interessierten eingeladen. „Wir wollen Fans die Möglichkeit geben, sich untereinander auszutauschen, ihre alten Schätze vorzustellen und mit diesen an Oldtimer-Treffen und anderen Veranstaltungen teilzunehmen“, sagt Helmut Niehoff. Weitere Auskünfte gibt er unter ✆ 9 02 80.

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