So., 30.06.2013

Realschüler kehren begeistert aus Brenouille, Berlin und dem Wald zurück Eine Lücke geschlossen

Telgte - 

Die einen – Schüler des Französischkurses – waren (natürlich) in Frankreich. Die anderen – Schüler des sozialwissenschaftlichen Schwerpunkts und des Biologiekurses – waren in Berlin und im Wald. Somit hatten die Verantwortlichen der Kardinal-von-Galen-Realschule eine langjährige Lücke geschlossen.

Seit mehr als 20 Jahren besteht die Schulpartnerschaft zwischen dem Collège René Cassin in Brenouille und der Kardinal-von-Galen-Realschule. Doch mit dem Frankreich-Austausch im Frühjahr war diesmal eine Neuerung für den gesamten Jahrgang 8 der Realschule Telgte verbunden. Im Vorfeld hatte die Schulkonferenz beschlossen, ab sofort auch für die bislang daheim gebliebenen Parallelkurse Naturwissenschaften (Biologie) und Sozialwissenschaften entsprechende Exkursionen anzubieten.

Die Schüler des Französischkurses reisten nach Frankreich, nachdem die französischen Partnerschüler vor wenigen Wochen in Telgte zu Gast waren. In Begleitung der Französischlehrerinnen Gisela Schoo und Claudia Dumschat verbrachten die Emsstädter acht Tage an der Seine. Erstmals erfolgte die Reise nicht mit dem Bus, sondern mit dem französischen Hochgeschwindigkeitszug Thalys. Auf dem Programm standen Besuche von Unterrichtsstunden. Exkursionen führten die Schüler darüber hinaus in das nur wenige Kilometer entfernte geschichtsträchtige Compiègne, das nicht nur durch seine Pferde und Pferderennen Berühmtheit erlangt hat. Weiterhin stand Paris mit seinen Sehenswürdigkeiten genauso auf dem Programm wie der unweit der Metropole gelegene Parc Astérix. Abgerundet wurde der Aufenthalt in Frankreich durch private Aktivitäten und Partys.

Parallel dazu verbrachten Schüler des sozialwissenschaftlichen Schwerpunkts in Begleitung von André Böckmann und Claudia Ebbefeld eine Woche in Berlin. Sowohl Bahnfahrt als auch die Wetterbedingungen waren eher wenig erfreulich. Gleichwohl entschädigten Reiseprogramm und Unterbringung. Als Unterkunft diente der Industriepalast in der Warschauer Straße, der den Ansprüchen der Schüler angesichts seiner Großräumigkeit mehr als gerecht wurde. Eine Schnitzeljagd mit 34 Sehenswürdigkeiten rund um das Brandenburger Tor bildete den Auftakt des Berlinaufenthalts. Weitere Stationen waren der Reichstag mit seiner Glaskuppel sowie die Gedenkstätte Hohenschönhausen, die den jungen Menschen die Vergangenheit der DDR-Staatsicherheit anschaulich vermittelte. Weiterhin auf dem Programm standen das Olympiastadion, das Wachsfigurenkabinett Mme Tussaud’s und die Diskothek Matrix, die sich seit vielen Jahren auf die zahlreichen jugendlichen Berlin-Besucher vorbildlich eingestellt hat.

Ein wenig anders gestaltete sich die Woche für den Biologiekursus, der seinen Unterricht projektorientiert ausgerichtet hatte. Über sechs Unterrichtstage beschäftigten sich die Jugendlichen mit dem Thema Waldökologie, u. a. mit einer Vegetationsanalyse der Buchenwälder der Westfälischen Bucht und des Teutoburger Waldes. Blockunterricht, der in der Schule stattfand, wurde durch eine Reihe Exkursionen in die Natur ergänzt. Das regelmäßig genutzte Verkehrsmittel war ganz der Tradition des Münsterlandes entsprechend das Fahrrad, das die Realschüler zum Wochenausklang mit einer Übernachtung nach Bad Laer führte. Organisator war Biologielehrer Karl Kiffe.

„Dieses erweiterte Konzept schließt endlich eine Lücke, die mich seit vielen Jahren maßgeblich gestört hat“, sagte Schulleiter Manfred Wolff. „Wenngleich ich stets ein großes Interesse an unserem Frankreich-Austausch hatte, so hat mich doch geärgert, dass der Unterricht in der Zeit der Abwesenheit unserer Französisch-Gruppe auf der Stelle treten musste. Dieses Problem ist nun sinnvoll beseitigt.“

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