Fr., 19.09.2014

Positives Fazit des Heimatvereins Blumenpracht bis Erntedank

Freuen sich sowohl über die Pracht der Blumenampeln, als auch darüber, dass es kaum Beschädigungen gegeben hat: Reinhard Große Jäger (l.) und Dr. Thomas Müller

Freuen sich sowohl über die Pracht der Blumenampeln, als auch darüber, dass es kaum Beschädigungen gegeben hat: Reinhard Große Jäger (l.) und Dr. Thomas Müller Foto: Gr. Hüttmann

Telgte - 

Wenn Reinhard Große Jäger derzeit mit seinem Wasserfass durch die Altstadt zieht, um die Blumenampeln zu gießen, dann hat er einen doppelten Grund zum Strahlen. Denn zum einen blühen die Petunien derzeit besonders prächtig. Zum anderen hat der Gärtnermeister vor allem über die Kirmestage jede Menge Lob für seine Prachtexemplare bekommen.

Von A. Große Hüttmann

Dabei war der Sommer alles andere als einfach, weiß Dr. Thomas Müller aufgrund einer Auswertung der Wetterdaten für Telgte , die er von Heidrich Nierfeld bekommen hat. „Außer im Juni war die Pflege der Blumenampeln in diesem Sommer durchaus schwierig“, bringt es das Vorstandsmitglied des Heimatvereins auf den Punkt. Und Reinhard Große Jäger nickt. „Mal war es zu kalt, mal zu nass. Selbst das Düngen war zwischendurch nicht möglich“, betont er und blickt daher besonders stolz auf seine Blumen, die sich noch prächtig entwickelt hätten.

Doch auch Müller ist zufrieden, denn Diebstahl und Vandalismus waren in dieser Saison eher die Ausnahme. Fünf Blumenampeln wurden entwendet, drei aber ein Stück weiter wiedergefunden. „Vermutlich waren die den Tätern zu schwer“, unkt Reinhard Große Jäger. Zwei andere Exemplare wurden von Vandalen beschädigt – deutlich weniger als in den Vorjahren. Auf jeden Fall bis zum Erntedankfest Anfang Oktober sollen die Blumenampeln übrigens hängen bleiben.

Rund 50 Gießrunden hat Große Jäger bislang absolviert, jede fünf Kilometer lang. Zwischen 1000 und 1200 Liter Wasser flossen dabei jedes Mal aus dem Schlauch.

Kein Wunder ist es bei so einem Pensum, dass Große Jäger wieder viel zu erzählen hat. Penibel hält er besondere Erlebnisse oder Anekdoten abends in einer Kladde fest. Die eher ruhigen Wintermonate will der Gärtnermeister dazu nutzen, ein kleines Büchlein mit den „erlebten und fast wahren Geschichten des Ampelgießers“ herauszubringen. Nicht nur die Mitglieder des Heimatvereins sollen in den Genuss der Geschichten kommen, die sowohl in Platt als auch auf Hochdeutsch aufgelegt werden.

Ganz besonders freut sich der Ampelgießer aber auf das kommende Jahr, wenn die Alltagsmenschen von Christel Lechner in die Altstadt einziehen werden. „Dann habe ich an jeder Ecken wieder einen, mit dem ich reden kann“, sagt Reinhard Große Jäger mit einem verschmitzten Grinsen.

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