Mi., 15.02.2017

Baustellen-Frühling Mit Hertha wird‘s trotzdem schön

Gruppenbild mit Hertha, der Erdgöttin und Bauarbeiterin: Vereine, Unternehmen, Parteien und die Stadt freuen sich auf den Frühling und Sommer in der Altstadt.

Gruppenbild mit Hertha, der Erdgöttin und Bauarbeiterin: Vereine, Unternehmen, Parteien und die Stadt freuen sich auf den Frühling und Sommer in der Altstadt. Foto: Bettina Laerbusch

Telgte - 

Die Telgter Hanse, der Heimatverein, die Stadt, Unternehmen und Parteien haben im „Treffpunkt Telgte“ ein aufwendiges Programm für den Baustellen-Frühling und -Sommer in der Altstadt vorgestellt.

Von Bettina Laerbusch

Die Stadtwerke und der Abwasserbetrieb buddeln, verlegen Strom-, Gas- und Wasserleitungen – und die Telgter schlagen sich in die Busche? Nee, machen sie nicht. Und dass das so ist, macht den Bürgermeister dieser Stadt stolz – zu erleben am Dienstagabend im „ Treffpunkt Telgte “ bei der offiziellen Vorstellung des Gegenentwurfs zu einer durchaus möglich gewesen „Flucht“ (in die Büsche). Die Besucher und Bürger sollen in die Altstadt kommen – trotz der großen Baustelle auf dem Marktplatz und in den angrenzenden Straßen. Keine Frage: Damit genau das passiert, muss es zusätzliche Angebote geben, die sie und ihn, die Singles und Familien einfach nicht ausschlagen können. Und dabei ziehen ganz viele in Telgte an dem berühmten einen Strang.

Die Telgter Hanse ist dabei, der Heimatverein macht mit. Die Westfälischen Nachrichten sitzen im Boot. SPD , Grüne, FDP und CDU paddeln mit. Die Telgter Kaffeebar ist dabei, ebenso hygi.de und Preiser, die Volksbank und die Sparkasse – und natürlich die Stadtwerke und die Stadt selbst. Sie alle haben Ideen und/oder Geld beigesteuert. Mit einem Resultat, das imponieren dürfte.

Liebesbriefe und -gedichte werden in der Altstadt zu lesen und vielleicht zu hören sein; Bürger und Besucher dürfen auch selbst schreiben. „Kleinstadtmenschen“ werden für Vergnügen sorgen. In vier großen Sandkästen kann darüber hinaus Volleyball gespielt und nach Schätzen gegraben werden. Mal-Events und Autorenlesungen kommen hinzu.

Stichwort „Kleinstadtmenschen“: Nach den Alltagsmenschen und den Trash People werden von Mai bis September erneut Figuren in Telgtes Altstadt im Mittelpunkt stehen. Winzige Zeitgenossen sind es dieses Mal. Eine Firma in Süddeutschland stellt sie her. Die Figuren werden auf Fotos gebannt, die wiederum eine Geschichte erzählen, die ganz eng mit Telgte verwoben ist. Die Foto-Kunstwerke werden dann auf rund 20 bauzaungroßen Plakaten ausgestellt. Wie bei den Liebesgedichten können sich auch hierbei Besucher und Bürger aktiv einbringen – wie genau, so gestern im Gespräch mit unserer Zeitung Simone Thieringer, würden die Organisatoren noch bekanntgeben.

Thieringer, bei der Stadt für Tourismus + Kultur verantwortlich, leitet die Arbeitsgruppe, die sich seit knapp einem Jahr über die Baustellen-Events in Telgte Gedanken macht. Ganz wichtig: Von Mitte Juni bis Mitte September wird eben diese Baustelle zwar nicht ganz verschwinden, aber ruhen.

Stichwort Liebesbriefe: „Ich liebe Dich“ – so ist dieses Teilprojekt überschieben. Nicht nur in Schrift und Sprache, sondern auch im Bild wird von Mitte September bis Mitte Dezember die Liebe thematisiert. Goethe ist auch dabei, das sei an dieser Stelle nicht verschwiegen. Und: 72 Exponate werden in sehr unterschiedlichen Maßen die Ausstellung zu diesem Teilprojekt bilden, viele Geschäfte in der Innestadt sind Ausstellungsfläche.

Das sind sie auch bei der Aktion „Film ab!“: Schüler des Gymnasiums sind zurzeit dabei, Filme in 35 Telgter Betrieben zu drehen. Diese werden ab Ende Mai in den Schaufenster laufen, sie dürften für großes Interesse sorgen.

„Auch die Gastronomen werden sich beteiligen“, unterstrich gestern Morgen Simone Thieringer. Das Wort Flashmob fiel in diesem Zusammenhang: Ganz viele Menschen kommen im Frühling und/oder Sommer auf dem Marktplatz zusammen, teilweise tun sie es ganz spontan – zum Tanzen zum Beispiel.

Und dann ist da noch Hertha: Die Frau sieht im ersten Moment aus wie ein Mann, wie ein stattlicher Bauarbeiter. Doch sie ist definitiv ein Mädel und geht als Maskottchen für das Gesamtsommerprojekt durch. „Hertha“, die germanische Erdgöttin, steht speziell in Telgte auch für Farbe, Buntheit und jede Menge Spaß: Immer wieder kann gesprüht, gemalt, modelliert werden, wenn Hertha auf dem Marktplatz steht.

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