Mo., 20.03.2017

Irish Folk im Bürgerhaus Whiskey und Vagabunden

Das Publikum kam bei den Konzerten auf seine Kosten, nicht nur weil die Bühne in stimmungsvolles Licht getaucht war, sondern vor allem, weil die Musiker der beiden Bands überzeugten.

Das Publikum kam bei den Konzerten auf seine Kosten, nicht nur weil die Bühne in stimmungsvolles Licht getaucht war, sondern vor allem, weil die Musiker der beiden Bands überzeugten. Foto: Zinkant

Telgte - 

Gleich zwei Irish Folk Bands haben dem Publikum am Samstagabend ordentlich eingeheizt.

Von Arndt Zinkant

„Come on, clap your hands!“ – Alle Hände in die Höhe und mitklatschen! Die Order ergeht immer wieder von der Bühne und muss irgendwann gar nicht mehr sein. Denn es ist „Irish Folk Night“ im Bürgerhaus, da finden sich natürlich vorwiegend Musikfans ein, die das Genre lieben. Irish Folk, diese urige, tänzerische, melodieselige Musik, die weder neu- noch altmodisch sein kann. Wo vieles so ähnlich klingt, und bei guten Bands doch so taufrisch, als hörte man diesen Sound zum ersten Mal. Zwei sehr gute Bands waren am Samstagabend in Telgte zu Gast: „Crosswinds“ und „Five Alive’O“.

Erstere hatte ihren Folk aus Nienberge mitgebracht und tragen ihn trotz des jugendlichen Alters schon seit fünf Jahren durch Deutschland – und überzeugen damit auch Puristen der Szene. Béatrice Wissing, Stefan Decker, Sebastian Landwehr, und Mario Kuzyna führen den Folk auf seine Wurzeln zurück: keine Drums, keine Elektronik, und der irische Dudelsack ist dabei.

Bei Crosswinds dominieren die Tanzstücke ohne Text, mit Flöte (Tin Whistle) und Fiddle, die sich in hypnotischen Motiven drehen. Tanzboden und Irish Pub sind im Hinterkopf dabei, und die Fans klatschen begeistert mit. Aber das reicht nicht – alle mitsingen, bitte. Der Mann an der Gitarre neckt den Saal, bis alle eine Art irisches „Falleri-Fallera“ drauf haben. Dass es bei dem Lied um einen Ehebrecher geht, dessen Frau im Morgengrauen mit der Flinte lauert, interessiert da nur am Rande. Am Ende des Sets gibt es einige schelmische Filmzitate wie „Spiel mir das Lied vom Tod“.

Um halb zehn ist Five Alive’O an der Reihe. Und kurios: Wo vorher die jungen Deutschen so puristisch waren, schlagen Seán Reeves und seine Mannen deutlich rockigere Töne an. Die Fiddle ist elektronisch, der E-Bass wummert, die Keyboards grundieren düster. Ein Drumset gibt’s zwar nicht, aber Reeves schlägt zum Gesang die Trommel. Und dieser Gesang hat es in sich: Reeves hat einen rauen Balladen-Bariton, der klingt wie im Whiskey-Fass gereift. Ehrensache, dass auch „Whiskey in the jar“ gesungen wird, ein Klassiker, der auch bei keinem Konzert der „Dubliners“ fehlt. Dass die berühmten Könige des Irish Folk nicht jedem im Publikum geläufig sind, überrascht etwas. Wie auch immer: Wenn sich die Bands am Ende zu einer Session vereinen und den „Wild Rover“ trompeten, endet der tolle Spaß, wie er enden soll.

Leserkommentare

Google-Anzeigen

flohmarkt.ms Anzeigen

Schnäppchen und Angebote aus Ihrer Umgebung

  • in Münster

    Heller großer Wohn-Schlafraum, 36 m², zentral gelegen für max 3 Pers. z. B. 2

  • in Berlin Britz

    Führung in Berlin Neukölln (Britz) mit Reinhold Steinle Britz (näher) kennen lernen

  • in Berlin Neukölln

    Führung Berlin Neukölln:„Hoch-Zeit“ in der Hasenheide mit Reinhold Steinle

  • in Münster

    Du kannst mit mit CFNM etwas anfangen und bist weiblich und zwischen 45 und 65 ? Dann

  • in Münster

    2 Relaxsessel "Elastoform" zu verkaufen. Auch einzeln. Gebrauchszeitraum 3 Jahre, guter

  • in Hagenburg

    Im Kundenauftrag bieten wir dieses riesige, gebrauchte BBb - Sousaphon mit 3

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4715478?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F191%2F