Fischertechnik-AG
Spielerisch lernen

Telgte -

Um Schülern auf praktische Weise Spaß an Technik zu vermitteln, hatte ein Lehrer des Gymnasiums eine besondere Idee und fand Unterstützung bei Telgter Gewerbetreibenden.

Donnerstag, 27.04.2017, 06:04 Uhr

Sponsoren und Teilnehmer der Fischertechnik-AG des Gymnasiums sahen sich jetzt gemeinsam die ersten Ergebnisse der Gruppe an.
Sponsoren und Teilnehmer der Fischertechnik-AG des Gymnasiums sahen sich jetzt gemeinsam die ersten Ergebnisse der Gruppe an. Foto: Meyer

Als Andreas Hardt noch Kind war, da war er begeistert von Fischertechnik. „Ich habe mir damals sogar eine Tischtennismaschine gebaut, die mir den Ball so zugespielt hat, dass ich meine Vorhand üben konnte“, erzählt er. Heute ist Andreas Hardt Lehrer für Physik am Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium und noch immer mag er Fischtechnik. „Die Idee, das in die Schule einzubinden, war schon immer da.“

Im vergangenen Sommer nun hat Hardt begonnen, seine Idee in die Tat umzusetzen. Er suchte für eine Fischertechnik-AG nach Sponsoren und sprach Magdalena Münstermann an. Die Unternehmerin war von dem Plan begeistert und wandte sich an Andreas Bäumer. Über die Kanäle der Wirtschaftsförderung konnten so bei verschiedenen Telgter Unternehmen und dem Förderverein Spenden gesammelt werden. Eine größere Summe spendete die Vereinigte Volksbank, doch auch viele andere waren von dem Vorhaben beeindruckt. Letztlich kamen 3500 Euro zusammen, und die Fischertechnik-AG konnte vergangenen Herbst an den Start gehen.

„Wir haben erst überlegt, sie Roboter-AG zu nennen, aber dann wäre der Zulauf vielleicht zu groß geworden“, sagt Hardt. Doch viel entscheidender als die derzeit mit neun Schülern noch überschaubare Größe ist die Überlegung, die dahinter steht. „Deutschland ist mit dem Ingenieurwesen groß geworden, aber andere Länder haben längst aufgeholt. Ich bin der Meinung, dass wir auch in der Schule das Interesse an Technik wecken sollten – nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch“, so Hardt. Dass das gelingt, zeigte sich bei der Präsentation der ersten Ergebnisse in dieser Woche ganz deutlich. Tim Jannemann aus der 5b hatte einen Handtrockner gebaut. „Das war einfach und hat Spaß gemacht“, so sein Urteil. Nail Schürenkamp, ebenfalls aus der 5b, präsentierte ein Karussell. „Ich habe es auf 1000 Sekunden vorwärts und zehn Sekunden rückwärts eingestellt“, verkündete er. Nach den ersten Versuchen sind sich die beiden sicher: „Wir wollen weitermachen“, sagt Tim.

„Noch bauen wir nach Anleitung, aber in Zukunft werden die Schüler immer kreativer werden und ganz alleine Dinge entstehen lassen“, hofft Lehrer Hardt, der die AG nach und nach in Schülerhände geben will – denn: „Fischtechnik ist durchaus auch was für ältere“, wie unter anderem ein durch Smartphone zu steuernder Roboter bewies. Auf den allerdings mussten die Schüler beim Pressetermin weitgehend verzichten, denn schnell hatten Väter und Sponsoren das Gerät in Beschlag genommen.

Anzeige
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4791711?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F191%2F4852585%2F4894354%2F
Westfalenbahn sperrt brutalen Fußballfan
Wenn Saison ist, kann es in der Westfalenbahn nach Emden schon mal voll werden. Wenn dann noch Ärger mit Fußballfans hinzukommt, wird es kompliziert.
Nachrichten-Ticker