Mo., 09.11.2015

Staatsschutz ermittelt Feuer an geplanter Flüchtlingsunterkunft

In den frühen Morgenstunden bemerkte eine Passantin Feuer am Vadruper Schulgebäude, in das demnächst Flüchtlinge einziehen sollen.

In den frühen Morgenstunden bemerkte eine Passantin Feuer am Vadruper Schulgebäude, in das demnächst Flüchtlinge einziehen sollen. Foto: Meyer

Westbevern - 

Bei einem Brand an der ehemaligen Schule in Vadrup besteht der Verdacht eines fremdenfeindlichen Hintergrunds.

Von Björn Meyer

Am frühen Montagmorgen hat eine aufmerksame Anwohnerin ein Feuer an der ehemaligen Schule in Vadrup bemerkt und gemeldet. Die Feuerwehr löschte die beiden Brandherde an der Gebäudeaußenseite. „Das Feuer hat keinen Schaden verursacht“, teilte die Polizei mit.

Trotzdem sorgt der Vorfall für erhöhte Wachsamkeit: „Dieser leerstehende Gebäudeteil ist für die Unterbringung von Flüchtlingen vorgesehen“, sagte Oberstaatsanwalt Heribert Beck. „Da wir als Motiv für die Brandstiftung einen fremdenfeindlichen Hintergrund nicht ausschließen können, hat der Staatsschutz die Ermittlungen aufgenommen“, so Beck weiter.

Wie der Oberstaatsanwalt auf WN-Anfrage sagte mitteilte, waren am Gebäude Papierstapel aufgetürmt und in Brand gesteckt worden. Es sehe also durchaus danach aus, das jemand dem Gebäude bewusst Schaden habe zufügen wollen, so Beck.

Bürgermeister Wolfgang Pieper äußerte sich dahingehend, dass er erst die Ermittlungen für ein endgültiges Urteil abwarten wolle. Bestätige sich jedoch der Verdacht des rechtsradikalen Hintergrunds, sei dies nicht nur ein Anschlag auf den Rechtsstaat, sondern auch auf die humanitäre Notwendigkeit den Flüchtlingen zu helfen.

Landrat Dr. Olaf Gericke verurteilte den Brand ebenfalls. Er hoffe, dass das Ganze der offenen Willkommenskultur nicht schade.

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