Do., 01.12.2016

Arabische Spezialitäten auf dem Weihnachtsmarkt in Vadrup Vorstellung der besonderen Art

Sie stellen sich und ihre Speisen auf dem Weihnachtsmarkt in Vadrup vor: Samira Mankar, Raghdaa Rehabi, Siham Sheikh Ahmed und Heba Hendawe (v.l.).

Sie stellen sich und ihre Speisen auf dem Weihnachtsmarkt in Vadrup vor: Samira Mankar, Raghdaa Rehabi, Siham Sheikh Ahmed und Heba Hendawe (v.l.). Foto: Krink

Westbevern - 

Flüchtlinge betreuen eigenen Stand

Wenn am kommenden Sonntag der 21. Vadruper Weihnachtsmarkt seine Pforten öffnet, wird er um eine schöne Idee des Westbeverner Krinks bereichert sein. Erstmalig wird es einen Stand geben, der von arabischen Mitbürgern aus Westbevern betreut wird.

In Westbevern leben zurzeit etwa 110 Flüchtlinge. Sie gehen dort zum Kindergarten, zur Schule, in Sprachkurse oder unternehmen die ersten Schritte, um im Beruf Fuß zu fassen. Der Weihnachtsmarkt auf dem Brinker Platz wird nicht nur die Gelegenheit bieten, mit einigen von ihnen in Kontakt zu kommen, sondern auch kulinarische Köstlichkeiten aus Syrien und Marokko zu probieren.

Die aus Syrien (Edleb) stammenden Eheleute Siham Sheikh Ahmed und Raed Sukhaita leben seit einem Jahr in Vadrup. In ihrer Nachbarschaft hat es ihre Falafel mit Tahina-Dip aus Sesam längst zu einiger Bekanntheit gebracht. Die Familie Linda Aman und Zakaria Hamsho bereiten eine süßlich schmeckende Speise aus Mozzarella zu, die in ihrer Heimatstadt Aleppo vor allem an Festtagen wie dem Id al-Fitr, dem Zuckerfest zur Beendigung des Ramadan, auf den Tisch kommt.

Ranja, Raghdaa und Heba stammen ebenfalls aus Syrien und leben genau wie die Marokkanerin Samira seit einem Jahr in Westbevern-Dorf. Sie steuern unter anderem den Kichererbsen-Dip Hummus, das herzhafte Gebäck Shaybeyat, Tabouleh sowie den Grießkuchen Harise bei. Würziger Tee wird ebenfalls ausgeschenkt werden. „Lassen Sie sich von der Geschmacksvielfalt der arabischen Küche überraschen“, schreibt der Krink in einer Mitteilung.

Der Verein hat die syrischen und die marokkanische Familie unterstützt und ihnen eine von vielen Weihnachts-Holzhütten des Marktes zur Verfügung gestellt. Bei der Organisation helfen zudem Mitglieder des Vereins Zib.

Kosten sollen die Speisen übrigens jedoch nichts. Die Familien sehen diesen Tag als Gelegenheit sich vorzustellen, ins Gespräch zu kommen und mit der Gemeinde zusammenzuwachsen. Lediglich ein Sparschwein wird um eine kleine Spende bitten, um das Geld für die Zutaten zu erwirtschaften.

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