Mi., 13.09.2017

Jugendwahl Eine Stimme für die Jugend

Am Freitag darf in Telgte die Jugend wählen.

Am Freitag darf in Telgte die Jugend wählen. Foto: dpa

Telgte - 

Die Jugend hat am Freitag die Wahl und kann bereits Kreuze für Parteien machen. Das Ganze ist Teil der sogenannten Jugendwahl.

Von Björn Meyer

In zehn Tagen wählt Deutschland. Ganz Deutschland? Nein, denn wer unter 18 Jahre alt ist, der darf sich bekanntlich an der Bundestagswahl nicht beteiligen. Um den Jugendlichen dennoch eine Stimme zu geben, organisieren die U18-Initiative des Deutschen Kinderhilfswerks, der Deutsche Bundesjugendring, die Landesjugendringe, viele Jugendverbände sowie das Berliner U 18-Netzwerk gemeinsam die Jugendwahl. Natürlich um Jugendliche für Politik zu interessieren, aber eben auch, um Deutschland zu zeigen, wem die jungen Menschen in unserem Land ihre Stimme geben würden.

Das Wahllokal in Telgte wird am morgigen Freitag, 15. September, von 14 bis 18 Uhr geöffnet sein und sich in der Alten Mühle befinden. Kleine Komplikation: Zeitgleich findet im Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium das Schulfest statt.

Die Bedingungen sind übrigens wie bei einer richtigen Bundestagswahl. Gewählt wird geheim, und jeder darf seine Stimme nur ein Mal abgeben. Allerdings verzichtet die hiesige Jugendwahl auf die Erststimme. Gewählt werden kann also kein Kandidat, sondern nur eine Partei.

Den Anstoß für die Jugendwahl hat die grüne Jugend in Telgte gegeben. Um das Ganze jedoch überparteilich zu organisieren, informierte man nicht nur die anderen Jugendvertretungen, sondern wandte sich auch an den Stadtjugendring und das Kinder- und Jugendwerk.

Bürgermeister Wolfgang Pieper hat die Schirmherrschaft über die Veranstaltung angenommen. „Viele Entscheidungen, die auf Bundesebene getroffen werden, betreffen Jugendliche direkt. Viele Jugendliche sind auch politisch interessiert, nur werden sie nicht nach ihrer Meinung gefragt“, sagte Pieper gegenüber unserer Zeitung.

Dass jungen Menschen eine verantwortungsvolle Wahl zuzutrauen ist, zeigen übrigens die Ergebnisse vor der Bundestagswahl 2013. Bundesweit wurde die CDU damals mit 27,1 Prozent stärkste Partei, gefolgt von der SPD mit 20,4. Drittstärkste Kraft wurden die Grünen mit 17,0 Prozent. Interessant: Die FDP flog damals auch bei den jungen Wählern aus dem Bundestag. Lediglich 4,6 Prozent der Stimmen entfielen auf sie. Die Linke erhielt 7,8 Prozent, die AfD nur 1,5 Prozent und damit weniger als die Tierschutzpartie (1,8 Prozent), die NPD allerdings immerhin 3,2 Prozent. Hoch angesehen damals in der jungen Wählergunst mit 12,1 Prozent die Piraten.

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