Do., 14.09.2017

Altstadtpflaster Eine Frage der Qualität

Letzte Details besprachen Vertreter der Stadt und des Tiefbauunternehmens vor Ort. Am Montag beginnen die Arbeiten in der Altstadt wieder.

Letzte Details besprachen Vertreter der Stadt und des Tiefbauunternehmens vor Ort. Am Montag beginnen die Arbeiten in der Altstadt wieder. Foto: Große Hüttmann

Telgte - 

Am kommenden Montag beginnen wieder die Tiefbauarbeiten in der Altstadt, dann ist die Sommerpause vorbei.

Von Andreas Große-Hüttmann

Ralf Klimpel lässt verbal keinen Zweifel: „Naturstein ist unsere Domäne. Wir werden dafür sorgen, dass das Pflaster in der Altstadt hundertprozentig verlegt wird“. Der gelernte Steinsetzer und Oberbauführer der Firma Dieckmann aus Osnabrück scheint das Verlegen des mittlerweile geglätteten Pflasters in einzelnen Abschnitten in den Bereichen Kardinal-von-Galen-Platz, Teilen der Herrenstraße auf der Kapellenstraße und dem Markt als handwerkliche Herausforderung zu betrachten. „Wir freuen uns bereits auf die Tätigkeiten, denn nicht mehr viele Kommunen lassen heute solch ein Pflaster verarbeiten“, sagt er.

Bürgermeister Wolfgang Pieper und Heike Sievers vom Bauamt hören das natürlich gerne. Denn nachdem das Verlegen neuer Leitungen und das Herausnehmen des alten Pflasters vor der Sommerpause gut geklappt hat, setzen sie darauf, dass auch die nächsten Schritte ebenfalls problemlos laufen. Und noch eines ist dem Ersten Bürger ganz wichtig. „Schon die ersten Quadratmeter müssen richtig gut werden. Die Qualität hat einen besonderen Stellenwert für uns.“

Nicht nur Heike Sievers von der Stadtverwaltung wird die Verlegearbeiten überwachen, sondern zudem hat die Stadt auch das Ingenieurbüro nts damit beauftragt. Gregor Bäumer und seine Kollegen wollen den Tiefbauern „auf die Finger schauen“. Ralf Klimpel sieht das alles gelassen.

Auch beim Thema Fugengröße sieht der Oberbauführer keine Probleme. „Jeder Stein ist zwar ein Einzelstück, aber wir werden dafür sorgen, dass sie zueinander passen.“

Eines macht dem Steinsetzer aber ein wenig Sorgen: „Der Zeitplan ist sehr, sehr eng gesteckt.“ Hinzu komme, dass solche Natursteinarbeiten nur bei Tageslicht stattfinden könnten, um die Verlegequalität sicherzustellen. Dennoch geht er davon aus, dass die Termine eingehalten werden können. „Notfalls bauen wir ein Zelt auf, um weiterarbeiten zu können.“

Die Pflasterarbeiten beginnen am kommenden Montag, 18. September, und werden bis zum 30. November dauern. Ab diesem Zeitpunkt kehrt wieder Ruhe in der Altstadt ein, denn dann wird die sogenannte Winterpause in der Advents- und Weihnachtszeit eingeläutet. Das ist, genau wie die längere Pause in den Sommermonaten, von der Hanse ausgehandelt worden, um die Geschäfte in dieser Zeit nicht zu beeinträchtigen. Am 8. Januar sollen die Bautrupps wieder ihre Tätigkeit aufnehmen. Vor allem dieses Datum ist aber extrem vom Wetter abhängig. Bis in das Frühjahr werden die Arbeiten dann dauern.

Parallel zu den Tiefbauarbeiten will die Stadt regelmäßig über den Fortschritt und mögliche Veränderungen im Zeitplan informieren, unter anderem auf der Internetseite. Zudem ist ab Montag auch das sogenannte Baustellentelefon wieder geschaltet.

„In der Bauzeit sind alle Einzelhändler, Dienstleister, die gastronomischen Betriebe sowie das Museum Religio während der üblichen Öffnungszeiten zu erreichen“, betont zudem Heike Sievers von der Verwaltung.

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