Veranstaltung zu Photovoltaik und Elektromobilität in Telgte
Mit Sonne im Tank in die Zukunft

Telgte -

Experten verschiedener Unternehmen stellten im Rahmen einer Veranstaltung im Rathaus vor, wie ein Elektroauto umweltfreundlich betankt werden kann, wie Hausbesitzer ihr eigenes Dach als Stromquelle nutzen können und welche Chancen die Technologie für Privathaushalte bereithält.

Mittwoch, 13.06.2018, 20:00 Uhr

Wie ein Elektroauto mit der Sonne betankt werden kann und wie Hausbesitzer ihr eigenes Dach als Stromquelle nutzen können, das stellten Experten jetzt im Rahmen einer Veranstaltung im und vor dem Rathaus vor: Marcel Richter, Klimaschutzmanager des Kreises Warendorf (l.), Frank Gusche, Verbraucherzentrale NRW (2.v.l.), Klaus Russell-Wells, Fachhochschule Münster (6.v.l.), Constantin Krass, Stadtwerke ETO (2.v.r.), und Marco Imberge, Klimaschutzmanager der Stadt Telgte (r.).
Wie ein Elektroauto mit der Sonne betankt werden kann und wie Hausbesitzer ihr eigenes Dach als Stromquelle nutzen können, das stellten Experten jetzt im Rahmen einer Veranstaltung im und vor dem Rathaus vor: Marcel Richter, Klimaschutzmanager des Kreises Warendorf (l.), Frank Gusche, Verbraucherzentrale NRW (2.v.l.), Klaus Russell-Wells, Fachhochschule Münster (6.v.l.), Constantin Krass, Stadtwerke ETO (2.v.r.), und Marco Imberge, Klimaschutzmanager der Stadt Telgte (r.). Foto: Pohlkamp

Lautlosen Elektroautos gehört nach Ansicht vieler Experten die Zukunft. Wie diese Fahrzeuge umweltfreundlich betankt werden, wie Hausbesitzer ihr eigenes Dach als Stromquelle nutzen können und welche Chancen die Technologie für Privathaushalte bereithält, das stellten Experten verschiedener Unternehmen am Dienstagabend im Rahmen einer Veranstaltung im Rathaus vor.

Die Unabhängigkeit von fossilen Energien und der Klimaschutz spielen dabei ebenso eine Rolle wie finanzielle Vorteile. Bei allen Überlegungen empfehlen daher Marco Imberge, Klimaschutzmanager der Stadt, und Frank Gusche von der Verbraucherzentrale NRW die Hinzuziehung eines Fachmannes. Bei der Verbraucherzentrale etwa können Interessenten für einen geringen Eigenanteil eine umfassende Beratung abrufen. Die Stadtwerke ETO bieten diese Beratungsleistung kostenfrei an.

„Fast jeder zehnte Hausbesitzer will ein Elektroauto kaufen, mehr als 90 Prozent wollen eine Photovoltaikanlage anschaffen“, zeigte Energieberater Frank Gusche den aktuellen Trend auf. Grund genug, um mit der Aktion „Sonne im Tank“ die Verbraucher in Telgte über die vielversprechende Kombination beider Technologien zu informieren. 

 Warum das Interesse dennoch noch eher gering ist, begründet Marco Imberge mit der Unwissenheit vieler Personen. „Wir wollen mit gezielter und vertrauensschaffender Kommunikation die Hausbesitzer sensibilisieren.  Denn wer auf ein E-Auto umsteigen möchte, sollte auf jeden Fall auch über eine eigene Solarstromanlage auf dem Hausdach nachdenken“, empfiehlt etwa Frank Gusche.

Constantin Krass, seit 2013 als Umweltingenieur bei den Stadtwerken ETO tätig, sieht das Unternehmen in einer Führungsrolle bei der Umsetzung der Energiewende. Er ist davon überzeugt, dass die Elektromobilität schon bald ins Rollen komme. „Mit Solarmodulen wird das Hausdach zur Stromtankstelle für saubere und günstige Energie.“ Das habe außerdem den Vorteil, dass man Strom für den Haushalt und für das Auto erzeugen und die überschüssige Energie ins öffentliche Netz einspeisen könne. „Wer eigenen Strom produziert, muss weniger zukaufen“, so der Fachmann. 

Für Hausbesitzer, die im Internet ihre persönlichen Möglichkeiten vorab selbst berechnen möchten, gibt es den Sonnendach-Check des Kreises unter www.sonnendach.waf.de. „Der interaktive Check macht eine grundsätzliche Aussage darüber, ob und wie man die kostenlose Sonnenenergie bei seinem Gebäude nutzen kann“, betont Marcel Richter, Klimaschutzmanager beim Kreis, in diesem Zusammenhang.

Nach der Informations- und Diskussionsstunde im Rathaus hatten die Besucher die Möglichkeit, die Technik der Zukunft bei einer Probefahrt mit verschiedenen Fahrzeugen kennenzulernen. Insbesondere das in Kalifornien hergestellte Elek­trofahrzeug vom Typ Tesla stieß auf ein großes Interesse.

„Es fiel auf, dass alle Mitfahrer nach der Probefahrt mit einem Lächeln ausstiegen“, freut sich Marco Imberge über die gelungene Veranstaltung und diesen Abschluss 

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