Winkhaus-System für Heli-Port
Ein Schlüssel öffnet alle Türen

Telgte -

Eine ganz besondere Schließanlage hat das Telgter Unternehmen Winkhaus für einen Hubschrauber-Stützpunkt in den Bergen entwickelt.

Sonntag, 12.08.2018, 08:00 Uhr

Nicht nur die große Halle von Heli Austria, sondern auch sämtliche anderen Bereiche werden durch ein Winkhaus-System gesichert, das in enger Kooperation mit dem Unternehmen und einem Partner entwickelt wurde.
Nicht nur die große Halle von Heli Austria, sondern auch sämtliche anderen Bereiche werden durch ein Winkhaus-System gesichert, das in enger Kooperation mit dem Unternehmen und einem Partner entwickelt wurde. Foto: Winkhaus

Wenn es besonders eilt oder unwegsames Gelände zu überbrücken ist, sind Hubschrauber oft die letzte Rettung. Vor allem in den Alpen punkten sie mit ihren Vorteilen. Österreichs innovativster Stützpunkt für Helikopter liegt in Sankt Johann im Pongau. Eine reaktionsschnelle blueSmart-Schließanlage von Winkhaus aus Telgte sichert seit kurzer Zeit den Komplex.

Direkt neben der Salzach ist der Neubau in die Landschaft gebettet. Die Heli Austria GmbH ließ die puristische Architektur für rund sieben Millionen Euro in nur einem Jahr Bauzeit errichten. Über zwei Geschosse erstreckt sich das Raumangebot. Neben Büroräumen, finden darin Werkstätten, Lagerräume, ein Aufenthaltsraum und Ruheräume für die Rettungscrew sowie ein moderner Wartungs- und Abstellhangar Platz. Sogar ein Heli-Museum hat das Innsbrucker Architekturbüro Urban ins Konzept integrieren können.

Rund 180 Mitarbeiter gehören insgesamt zu dem Familienunternehmen, das von Saskia und Roy Knaus geführt wird. Ein Teil der Belegschaft ist am Zweigstandort in Meran eingesetzt. Obwohl beide Standorte mehrere hundert Kilometer voneinander entfernt liegen, vereint sie doch eine gemeinsame Schließanlage. Zeitnah soll auch ein dritter Heliport in Mayrhofen (Tirol) angeschlossen werden.

Aktuell besteht die Schließanlage, die Winkhaus gemeinsam mit dem Sicherheitsspezialisten PKS für Heli Austria geplant und installiert hat, aus einer Reihe unterschiedlicher Komponenten. Dazu gehören unter anderem Offline-Leser, intelligente Design-Türklinken, Vorhangschlösser mit elektronischem Zylinder und 99 elektronische Türzylinder. Jeder Mitarbeiter führt einen elektronischen blueSmart Schlüssel mit sich, der ihm die Türen öffnet.

All diese Komponenten zusammen bilden ein virtuelles Netzwerk. „Damit verknüpft die innovative Technologie die Vorteile von Offline- mit dem Komfort bei Berechtigungsänderungen, den man von Online-Lösungen kennt“, heißt es in einer Pressemitteilung des Telgter Unternehmens.

Insbesondere der technische Bereich muss im Heliport besonders geschützt werden. Daher sei es wichtig, „dass wir den unterschiedlichen Berufsgruppen beliebig Zutrittsberechtigungen für verschiedene Räumlichkeiten erteilen können“, sagt Prokuristin Saskia Knaus, die für die Bereiche Personal und Marketing verantwortlich ist. Die individuellen Berechtigungen werden an einem zentralen Rechner verwaltet, lassen sich mit wenigen Mausklicks schnell ändern und werden dann an die sogenannten Aufbuchleser übertragen. Bei einem Schlüsselverlust ist somit kein Schließanlagenaustausch mehr erforderlich.

Bei dem System reicht ein elektronischer Schlüssel am Bund, um alle Türen zu öffnen – sogar die von Spinden, Schränken oder Briefkästen. Darauf legt Heli Austria großen Wert, denn „die Piloten fliegen heute in Sankt Johann, überstellen dann die Maschine nach Südtirol und müssen dort ebenfalls in die Räumlichkeiten gelangen können“, erläutert Knaus.

Die Durchgangstüren im Neubau steuern die elektronischen Offline-Leser. Sie sind an der Wand neben den Türen angebracht und identifizieren einen zutrittsberechtigten Schüssel berührungslos. Ebenfalls ohne direkten Kontakt erkennt die intelligente Türklinke EZK das Identmedium.

Noch anspruchsvollere Aufgaben als die Zylinder und die Offline-Leser übernehmen die Aufbuchleser. Sie dienen der Vergabe von tagesaktuellen Berechtigungen für zeitlich und örtlich begrenzten Zugang. Mit ihrer Hilfe lassen sich auch Ereignisse rückprotokollieren. Die Aufbuchleser halten für den Schlüssel eine Öffnung vor. Dort wird er eingeführt, erkannt und mit Transaktionen sowie der jeweiligen Berechtigung – beispielsweise für einen Tag – beladen.

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