Telgte

Di., 14.07.2009

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Chlorgasaustritt im Schwimmbad

Mit einem Großaufgebot rückte die Freiwillige Feuerwehr zu einem Chlorgasaustritt am Waldschwimmbad aus. Einsatzleiter Alfons Huesmann (kl. Bild) bei der Besprechung mit den Gruppenführern.Fotos: (Große Hüttmann)

Telgte - Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr kommen nicht zur Ruhe. Am späten Montagabend - nur einen Tag nach dem Großbrand in Lauheide - mussten sie zu einem Chlorgasaustritt am Waldschwimmbad ausrücken...

Von A. Große Hüttmann

Telgte - Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr kommen nicht zur Ruhe. Am späten Montagabend - nur einen Tag nach dem Großbrand in Lauheide - mussten sie zu einem Chlorgasaustritt am Waldschwimmbad ausrücken. Glücklicherweise wurde niemand verletzt, denn die eingebaute Sicherheitstechnik hatte den streng abgeschirmten Raum automatische geflutet. Dennoch musste die Wehr - ein eigens für solche Fälle aufgestellter Notfallplan schreibt das vor - sehr vorsichtig vorgehen.

Beim Reinigen der Räumlichkeiten im Waldschwimmbad war eine Putzfrau auf den automatisch ausgelösten Alarm aufmerksam geworden und hatte den Schwimmmeister Reinhold Jäger und seinen Kollegen Andreas Hermersdorfer alarmiert. Die informierten nicht nur die Feuerwehr, sondern leiteten bereits erste Absperrmaßnahmen ein. „Alle Beteiligten haben vorbildlich reagiert“, lobte gestern Heribert Schönauer, Allgemeiner Stellvertreter des Bürgermeisters.

Mit einem Großaufgebot rückte die Feuerwehr an. Zusätzlich zu den Löschzügen aus Telgte und Westbevern wurden die beiden Gerätewagen Gefahrgut der Feuerwehren Ostbevern und Everswinkel samt der dafür erforderlichen Kräfte alarmiert.

Sicherheitshalber wurde Siegfried Stein, ehemaliger Schwimmmeister und Bewohner des Hauses direkt am Bad, samt seiner Frau evakuiert, und die Polizei sperrte in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr das Gelände großräumig ab. Außerdem rüstete sich die Wehr für einen möglichen Chlorgasaustritt nicht nur dadurch, dass die Einsatzkräfte in direkter Nähe Atemschutz und teilweise eine spezielle Schutzkleidung trugen, sondern auch durch das Aufbauen von Wassersperren.

Messungen ergaben schließlich aber, dass das ausgetretene Gas bereits durch die Sprinkleranlage gebunden und somit ungefährlich geworden war. Nach dem mehrstündigen Einsatz konnten die Kräfte, darunter auch Mitglieder des DRK und des THW, wieder einrücken.

Ursache für den Chlorgasaustritt war nach Angaben von Heribert Schönauer ein Haarriss in einem Ventil an einer der Flaschen. Am Dienstag wurden sicherheitshalber alle Ventile gewechselt, und am Nachmittag konnte der reguläre Badebetrieb wieder aufgenommen werden.


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