So., 07.12.2014

Westpreußisches Landesmuseum Eine Herzensangelegenheit

Prof. Monika Grütters, die Staatsministerin für Kultur und Medien, war extra zur Eröffnung des Museums nach Warendorf gekommen und sprach beim Festakt, der in der Kirche des ehemaligen Franziskanerklosters stattfand.

Prof. Monika Grütters, die Staatsministerin für Kultur und Medien, war extra zur Eröffnung des Museums nach Warendorf gekommen und sprach beim Festakt, der in der Kirche des ehemaligen Franziskanerklosters stattfand. Foto: Heseker

Warendorf - 

„Hiermit erkläre ich das Westpreußische Landesmuseum an seinem neuen Ort und in seiner neuen Gestaltung für eröffnet.“ Auf diese Worte hatten alle Beteiligten nach zwei Jahren langer und harter Arbeit sehnsüchtig gewartet. Am Samstagnachmittag war es endlich so weit: Am Ende des Festaktes zur Eröffnung in der Kirche des ehemaligen Franziskanerklosters gab die stellvertretende Museumsleiterin Jutta Fethke die Ausstellung für die Besucher frei.

Von Hanna Heseker

„Heute können wir mit großer Freude nach den zurückliegenden Jahren des Planens, nach vielen Wochen und Monaten der Mühen und der Anstrengungen der Umsetzung der neuen Museumsposition und dann des endgültigen Gestaltens, die Neueröffnung feiern“, so der Stiftungsratsvorsitzende der Kulturstiftung Westpreußen, Siegfried Sieg, der in seiner Begrüßungsrede die zahlreichen Gäste willkommen hieß, darunter auch die Staatsministerin für Kultur und Medien, Prof. Monika Grütters, die noch kurz vor ihrer Rede interessiert die über 900 Quadratmeter große Präsentation erkundet hatte. „Ich bin sehr beeindruckt, wie all die sorgfältig zusammengetragenen Details sich am Ende des Rundgangs in der kleinen Klausurkammer des ehemaligen Klosters zu einer differenzierten historischen Gesamtschau zusammenfügen,“ sagte Grütters. Gerade hier sieht sie die Stärke des Museums, das großes Potenzial hat, den Menschen die Geschichte Deutschlands und Polens näherzubringen, um so die Geschichte Europas besser zu verstehen.

„In diesem Museum vereinigen sich die Erinnerungen, die wir teilen, die Traditionen, die uns verbinden, aber eben auch die Narben und Traumata auf beiden Seiten, die in Folge der Konflikte und des Leids auf westpreußischem Boden zurückgeblieben sind“, erklärte Grütters weiter. Dies sei von herausragender Bedeutung, da es künftig keine Zeitzeugen und damit auch keine persönlichen Erinnerungen mehr geben werde. „Deshalb sind mir die Geschichte und das kulturelle Erbe Westpreußens für nachfolgende Generationen als Beitrag zu einer friedlichen Zukunft in einem gemeinsamen Europa eine Herzensangelegenheit“, sagte die Staatsministerin.

Fotostrecke: Das Westpreußische Landesmuseum in Warendorf

Diesen Worten schloss sich auch Landrat Dr. Olaf Gericke an: „Die Vergangenheit darf nicht vergessen werden.“ Aus diesem Grund sei es von nun an eine Aufgabe, die Ausstellung in der Stadt sowie im ganzen Kreis Warendorf zu verankern, zu verbreiten und intensiv zusammen mit Schulen zu arbeiten, appellierte Dr. Barbara Rüschoff-Thale, Kulturdezernentin beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe, an die Gäste.

Doch nicht nur für Schulen sei die Ausstellung ein Magnet: „Mit dem Westpreußischen Landesmuseum erfährt das Kulturleben in unserer Stadt eine großartige Bereicherung. Unsere Stadt öffnet die Arme zum Empfang dieses Landesmuseums und nimmt es auf in ihre Kulturlandschaft – in partnerschaftlicher und herzlicher Verbundenheit“, freute sich Bürgermeister Jochen Walter über den hochkarätigen kulturellen Zuwachs für die Emsstadt.

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