Warendorf
Ein Hauch von Kalifornien

Dienstag, 02.03.2010, 09:03 Uhr

Warendorf - Das Sturmtief „Xynthia“ tobte am Sonntagabend vor den Türen des Theater am Wall - und parallel dazu erlebten die Besucher im restlos ausverkauften Saal einen wahren Stimmen-Orkan. Da gab es A-Capella-Gesang vom Feinsten, wurden in einer grandiosen Show alle Sinne verwöhnt.

Zum Auftakt eroberten die Männer von „Voiceboxx“ die Herzen des Publikums mit ihrem Streifzug durch die Welt von Rock, Pop und Schlager. Ihre „zarteste Versuchung“ ließ das Blut in Wallung geraten, bei „Luigi“ kochte das mediterrane Temperament über und selbst die „Pommes“ erschienen bei solch perfekter Gesangskunst wie ein kulinarisch exquisites Hauptmenü. Henrik Leidreiter , tiefste Stimme bei den 6-Zylindern und musikalischer „Vater“ von „Voiceboxx“, hatte seine Sprösslinge einfach perfekt vorbereitet. Selbst die „Weißen Rosen aus Athen “ gerieten zu einem kultverdächtigen Erlebnis. Mit wunderbar ausgewogenem Klang zeigte diese Boygroup der besonderen Art ihre ganzen Qualitäten, ihre kleinen Choreographien passten einfach genial zum erfrischenden Gesang.

Derart musikalisch aufgeheizt begrüßte das Publikum den Chor „VoiceCapella“ mit frenetischem Jubel. Von „Mamboo“ aus der Feder Grönemeyers bis zum durch Louis Armstrong weltberühmt gewordenen „What a wonderful world“ reichte die Bandbreite. Chorleiter Thomas Michaelis fand als Moderator die passenden leicht-lockeren Worte - da zeigte sich seine über Jahrzehnte erworbene Bühnenerfahrung.

Der klassisch ausgebildete Pianist mit sportlichen Ambitionen, ebenfalls Sänger bei den 6-Zylindern, hatte aus der Schatzkiste seiner Erfahrungen die richtigen Melodien herausgesucht. „Hit the road Jack“, „Lollipop“ oder „The longest time“ kennen Fans seit Jahren von den 6-Zylindern - aber was „VoiceCapella“ daraus machte, war einzigartig. Diese „Männer mag man“ stimmten die Sängerinnen glaubhaft an, und entsprechend ausstaffiert stimmte das Ensemble „Ein Schiff wird kommen“ an. Da verband sich bestes Entertainment mit versierter Gesangskunst. Ob als großes Ensemble aufgeteilt: „VoiceCapella“ bot mit seinem Programm „First Kiss“ ein gesangliches Niveau, das diesen jungen Chor weit über den üblichen Standard hinaushob. Selbst der „Warendorf-Kanon“ erklang grandios, mit Charme und Lebendigkeit bestach „Ihr wollt uns küssen“.

Auch die Kulisse stimmte: Vor einem knallbunten Bühnenbild wurde die ganze Welt der Blumenkinder lebendig. Bei „Mama Loo“ von den Les Humphries und „Barbara Ann“ der Beach Boys fühlten sich die Besucher in eine andere Zeit versetzt. Das begeisterte Publikum erlebte kalifornisches Lebensgefühl im sturmgeplagten Warendorf. Hoffentlich dauert es nicht so lange, bis diese beiden Chöre wieder einmal zu hören sind. Vielleicht diesmal gleich mit den 6-Zylindern im Gep.

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