Warendorf
Nervosität ist immer dabei

Mittwoch, 10.11.2010, 11:11 Uhr

Freckenhorst - Als 16-Jährige stand Maria Müller 1970 erstmals auf der Bühne der Freckenhorster Laienspielschar . Seit dem spielte sie immer eine Rolle in den Stücken, die die Gruppe zur Aufführung brachte. Und so feiert sie in der diesjährigen Spielsaison ihr 40-jähriges Bühnenjubiläum. Bei der Premiere des Stücks „Bi Nick geiht de Post af“ vor gut einer Woche würdigte ihr Bruder August Weiser , seit vielen Jahren Regisseur der Laienspielschar, dieses Engagement mit einem großen Dankeschön und einem Geschenkkorb.

Doch auch eine so lange Bühnenerfahrung lässt das Schauspielen für die Jubilarin, die in diesem Jahr die Rolle der biederen Vermieterin Lotti Müller spielt, nicht langweilig werden. Derzeit steckt die Laienspielschar mitten in ihrer diesjährigen Aufführungssaison. Drei Vorstellungen von „Bi Nick geiht de Post af“ sind bereits erfolgreich über die Bühne gegangen, vier weitere Male wird die Post noch einmal auf der Bühne im Saal Dühlmann abgehen. (20., 21., 27. und 28. November).

Die Begrüßung der Zuschauer übernimmt wie in jedem Jahr Regisseur August Weiser persönlich - natürlich auf Plattdeutsch, wie es die Schauspieler im Stück auch sprechen. Anders als in den Vorjahren sei in diesem Jahr der Spielort, der nicht in ländlicher Gegend, sondern in einem Penthouse, in dem Fotograf Nick Keller (Udo Barkewitz) und Annika Gasser (Jutta Wittkamp) in einer Wohngemeinschaft leben. Dies bedeutete eine besondere Herausforderung für Bühnenbildner Willi Wienströer, der auf der Bühne, gemeinsam mit Bühnenbauer Alfons Reinker, ein modernes Penthouse perfekt nachbildete.

Trotz intensiver Probenarbeit ist den Schauspielern ein wenig Nervosität vor ihrem Auftritt anzumerken: „Das muss aber so sein“, ist Maria Zelleröhr, die die Springreiterin Sabrina Spatz spielt, überzeugt. Dabei scheint es keine Rolle zu spielen, ob man wie Norbert Stammkötter und Bernd Zurwieden schon Bühnenerfahrung besitzt, oder wie Antje Peveling und Annette Recker erstmalig auf den Brettern, die die Welt bedeuten stehen.

Trotzdem herrscht eine lockere Stimmung während des Umkleidens und der Maske, für die Susanne Neumann verantwortlich ist. Die Schauspieler sind zu Scherzen aufgelegt und unterhalten sich über Fußball, während Techniker Hans-Werner Cybulski nochmals die Bühnentechnik überprüft. Kurz bevor sich der Vorhang hebt, ruft August Weiser die Laienspieler zur Ruhe und sie konzentrieren sich auf ihre Rolle, um dann das Publikum von ihrem schauspielerischen Können zu überzeugen. Und sollte doch einmal ein Schauspieler im Stück nicht mehr weiter wissen, hilft Souffleuse Anja Reichard diskret weiter.

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