Dritter Bauabschnitt der Stadtstraße Nord

Do., 23.02.2012

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Aus dem „Torso“ soll eine Straße werden

Warendorf - 

Wenn es nach der Verwaltungsspitze geht, kann der dritte Bauabschnitt der Stadtstraße Nord schon zeitnah verwirklicht werden.

Von Christoph Lowinski

Das Junktim ist mittlerweile 20 Jahre alt – und nach Meinung der Warendorfer Verwaltungsspitze passt es nicht mehr in die heutige Verkehrs-Landschaft.

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1991 hat man sich in der hiesigen Politik – Auslöser war damals der FDP-Fraktionschef Dr. Hans Günther Schöler – auf eine Aussage verständigt, die zwar nie per Ratsbeschluss offiziell und rechtsverbindlich abgesegnet, aber in einer Protokollnotiz festgehalten wurde: Bevor die Umgehungsstraße B 64n nicht fertig sei, dürfe auch der dritte Bauabschnitt der Stadtstraße Nord (zwischen B 64 und Milter Straße) nicht gebaut werden.

Über all die Jahre hat man sich daran gehalten, doch heute gibt es andere Erkenntnisse: Aktuelle Verkehrsuntersuchungen belegen, dass die Stadtstraße Nord – wie seinerzeit befürchtet – nicht die Funktion einer Umgehung übernehmen und ein Ersatz für die B 64n werden kann. Logische Folgerung: Dann kann man die Straße auch jetzt schon bauen.

„Ohne diesen dritten Bauabschnitt ist die Stadtstraße Nord ein Torso“, machen Bürgermeister Jochen Walter und Baudezernent Oliver Knaup deutlich. Und im Gegensatz zur Umgehungsstraße, deren Verwirklichung von Landes- und Bundespolitik abhängig ist, liegt der Bau der Warendorfer Nord-Tangente weitgehend in den Händen der Stadt. Und die hat dafür im Haushalt 2013 auch schon Geld eingeplant. Walter: „Es wäre widersinnig, die planerischen und finanziellen Voraussetzungen jetzt nicht zu schaffen, wenn man von der Notwendigkeit der Straße überzeugt ist.“

Zumal die Trasse planungsrechtlich „in trockenen Tüchern“ ist. Mit einer kleinen Einschränkung allerdings: Der Brückenschlag über die Ems wird sich noch einmal einer genaueren Untersuchung stellen müssen, weil sich mittlerweile die Naturschutzbestimmungen verändert haben.

Letztendlich ist das weitere Vorgehen eine politische Entscheidung: Wenn die Ratsfraktionen von der Protokollnotiz aus dem Jahr 1991 Abstand nehmen und grünes Licht geben, könnte die Fertigstellung der Nord-Tangente im Jahr 2014 konkret werden.


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