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Sa., 14.04.2012

Ein ganzer Stall voller Küken 80 auf einen Streich

Ein ganzer Stall voller Küken : 80 auf einen Streich

Das drei Wochen alte Zwergseidenhuhn blau mit dem markanten Schopf scheint sich im Kreis der Küken ausgesprochen wohl zu fühlen. Foto: Brocker

Freckenhorst - 

Nein, Christian Thüsings prächtiger Ganter, der die Fachwelt irritierte, als er gleich zwei Hawaii-Gänse beglückte – und das, obwohl Gänse doch als monogam gelten, soll hier kein Thema sein. Dem bezeichnenderweise im Vogelfeld lebenden Casanova im Kleintier-Zoo des preisgekrönten Freckenhorster Hühnerzüchters stehlen im Moment andere die Schau: 80 Küken, die allesamt am Ostersonntag geschlüpft sind und sich unter den Rotlichtlampen zweier Kükenhäuser aneinander kuscheln.

Von Joke Brocker

14 Tage lang hatte Thüsing die Eier seiner Zwerg-Sussex-Hennen, mit deren Zucht er es im Januar zum Europameister-Titel gebracht hat, gesammelt. Außerdem die Eier jener „plüschigen Frauenhühner“, die es seiner Freundin Angela Wons derart angetan haben, dass sie seit geraumer Zeit Zwergseidenhühner blau züchtet und sogar als aktives Mitglied in den Rassegeflügelzuchtverein Warendorf eingetreten ist.

21 Tage lagen die Eier in der Brutmaschine eines Züchterkollegen, in der konstant eine Temperatur von 37,8 Grad herrscht, wurden regelmäßig vollautomatisch gewendet und in den letzten drei Tagen vor dem Schlüpfen der Küken im Schlupfbrüter einer höheren Luftfeuchtigkeit ausgesetzt.

Seit Ostersonntag werden die frohwüchsigen Zwerg-Sussex-Küken und die angehenden „Plüschhühner“, wie Thüsing die Hühner mit den leuchtend türkisblau gefärbten Ohrscheiben und dem haubenartigen Schopf ein wenig despektierlich nennt, mit Kükenmehl und Wasser versorgt. Der blaue Farbenschlag ist spalterbig. Das heißt, dass in der Zucht dieser Farbe bei der Verpaarung schwarze, blaue und hellgraue Nachkommen zu erwarten sind.

Komplizierter verhält es sich mit den Küken der Zwerg-Sussex-Hühner. Erst in zwei bis drei Monaten werde sich zeigen, welche Farbe die Hühner haben. „Bei ihrer Zucht wird vor allem Wert auf die Form und die schwierige Farbe gelegt“, erläutert Christian Thüsing, der seine Küken in etwa drei Wochen genauer unter die Lupe nehmen wird. Ein krummer Hühner-Zeh genügt, und schon kommen Huhn oder Hähnchen für Zuchtzwecke nicht in Frage. Was dann mit ihnen geschieht? „Die werden aussortiert“, sagt Thüsing, der die Tiere gerne Zeitgenossen überlässt, denen krumme Zehen egal sind, solange die Hühner Eier legen. Und das, beteuert der Züchter, sei in viereinhalb bis fünf Monaten gewiss der Fall.

Mit einigen der Küken werde er wohl züchten, andere werde er bei Ausstellungen verkaufen, erzählt der Freckenhorster, der der großen Nachfrage gar nicht gerecht werden kann. Auch über das Internet gebe es jede Menge Anfragen. Thüsing: „Das ist enorm“. Seiner tierlieben Freundin fällt es entschieden schwerer, sich von den niedlichen Zwergseidenhühnern zu trennen. Am liebsten würde sie kein einziges ihrer „Plüschhühner“ hergeben.

 

| www.zwergsussex-bunt.de

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