Mo., 10.09.2012

Stadtbrandmeister geht nach 20 Jahren Abschieds-Symphonie für Josef Recker

Stadtbrandmeister geht nach 20 Jahren : Abschieds-Symphonie für Josef Recker

Bürgermeister Jochen Walter (Mitte) verabschiedete Hildegard und Josef Recker und begrüßte Sabine und Christof Amsbeck sowie deren Töchter Nadine und Julia (v. l.). Foto: Wewers

Warendorf - 

Nun ist es offiziell: Christof Amsbeck ist neuer Chef der Warendorfer Feuerwehr. Im Rahmen seiner Amtseinführung wurde sein Vorgänger Josef Recker nach 20 Jahren Dienstzeit von Bürgermeister Jochen Walter verabschiedet.

Christof Amsbeck ist nun offiziell neuer Leiter der Freiwilligen Feuerwehr in Warendorf . Am Freitagabend übernahm er im Rathaus vor Familie, Kameraden und Vertretern der Stadt das Amt von Josef Recker für mindestens sechs Jahre.

„Wir wollen nicht, wir dürfen ihn ins neue Amt heben“, betonte Bürgermeister Jochen Walter . Amsbeck ist 1985 in die Feuerwehr eingetreten und war bereits seit 2008 Reckers Stellvertreter. Vor einigen Monaten hatten sich Rat und Verwaltung einstimmig für ihn als idealen Nachfolger entschieden.

„Christof Amsbeck ist einen guten Weg in der Freiwilligen Feuerwehr gegangen und ist für die Gesamtleitung hochgradig qualifiziert auf Grund seiner Erfahrung, seines Fachwissens und seinen praktischen Einsätzen“, so Walter.

Doch was für ein Typ ist Amsbeck? Seine Kameraden beschreiben ihn als einen Mann, der großen Wert auf Genauigkeit legt, eine hervorragende Auffassungsgabe hat, der die Geselligkeit liebt und vor allem ein Kamerad ist. In all den Jahren hat er immer zielstrebig und konstruktiv die Interessen der Truppe vertreten.

„Ich werde alles in meinen Kräften stehende tun, um den Vertrauensvorschuss zu rechtfertigen. Ich werde die Zukunft mit Flexibilität und unternehmerischem Weitblick gestalten und die drei Säulen Material, Personal und Motivation stetig weiterentwickeln und im Gleichgewicht halten“, versprach Amsbeck.

Seine erste Amtshandlung: Er dankte Josef Recker für 20 Jahre in leitenden Funktionen. Dies tat zuvor auch Bürgermeister Walter: „1970 ist Josef Recker in die Feuerwehr eingetreten. 42 Jahre, ein enormer Zeitraum mit vielen Schlaglichtern und Veränderungen.“

Walter erinnerte an die Gebietsreform im Jahr 1975, die Warendorf und Freckenhorst vereinte und eine riesige Herausforderung für den organisierten Brandschutz war. Eine weitere große Herausforderung war die Auflösung der hauptamtlichen Wache im Jahr 1992 ebenso wie der Großbrand am Bahnhof Mitte der 90-er Jahre.

Am 1. Dezember 1996 wurde der Hoetmarer neuer Feuerwehrchef und mit ihm begann laut Walter eine neue Ära. Für seine Verdienste wurde Recker Anfang des neuen Jahrtausends mit der Feuerwehrehrennadel ausgezeichnet.

„Josef Recker hat einen schlagkräftigen Stadtverband geschaffen und ihm verdankten wir das hohe Leistungsvermögen unserer Freiwilligen Feuerwehr. Ausbildung, Schulung und Fortbildung standen bei Recker genauso auf der Prioritätsliste wie der Schutz und die Fürsorge der Kameraden und die Motivation im Ehrenamt. Sein Leitbild war die Freiwilligkeit als Basis, um die Kameradschaft zu sichern“, blickte Walter zurück,

Walter betont auch, dass die Feuerwehr unter Reckers Leitung viel mit der Stadt verhandelt habe. Nicht immer seien beide Parteien einer Meinung gewesen, doch letztendlich sei man immer wieder auf einen gesunden Nenner gekommen.

Josef Recker bedankte sich bei den Menschen, die ihn auf diesem langen Weg begleitet hatten: „Niemand kann eine Symphonie alleine spielen und am schönsten ist der Erfolg, wenn man ihn gemeinsam erreicht.“ Ein besonderer Dank ging an seine Frau Hildegard, ohne die er sein berühmtes „FFF-Prinzip – Familie, Firma, Feuerwehr“, nie hätte ausführen und ins Gleichgewicht hätte bringen können.

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