Do., 21.02.2013

Ressourcenschonung ist gefragt Thema Umwelt als Leitfaden

Warendorf - 

Ein sensibler Umgang mit den Ressourcen wird bei Darpe Industriedruck Schritt für Schritt umgesetzt

Von Monika Vornhusen

Im Rückblick war es ein langer und anstrengender Weg – die Entwicklung von einem Druckereibetrieb hin zu einem Unternehmen, das heute konsequent auf Umweltschutz setzt. Dabei steht bei Darpe Industriedruck nicht nur das reine Druckprodukt unter dem Leitsatz der Ressourcenschonung . Die Westfälischen Nachrichten möchten den Weg von Darpe Industriedruck hin zu einem umweltorientiert arbeitenden Unternehmen aufzeigen und zugleich weitere Firmen animieren, ihr Engagement rund um das Thema Umwelt- und Ressourcenschonung öffentlich zu machen.

Mittlerweile zieht sich das Thema Umwelt wie ein roter Faden durch den Betrieb, angefangen bei der Ausstattung der Druckhalle, die 2009 nach neuesten Standards der Energieeinsparverordnung saniert und gebaut wurde, über die Heizungs- und Lüftungstechnik mit integrierter Wärmerückgewinnung und die Reduzierung von anfallenden Chemieabfällen beim Druck, bis hin zu einem kompletten Recycling der Papierabfälle. Das zertifizierte CO-neutrale Drucken ist seit gut zwei Jahren vollzogen und jetzt hat Darpe noch das i-Tüpfelchen in Sachen CO-Reduzierung gesetzt: Gemeinsam mit dem Warendorfer Unternehmen EnerCoM wurde ein kompletter Leuchtstoffröhren-Austausch durchgeführt. 400 Neonröhren werden derzeit Schritt für Schritt ausgetauscht. „Mit den neuen energiesparenden Leuchtstoffröhren lassen sich die Beleuchtungskosten um 50 bis 70 Prozent reduzieren“, hofft Sven Darpe, der sich als Vertreter der Druck-Industrie in der Pflicht sieht, wenn es um Umweltschutz geht. Den ersten Testlauf haben die neuen Leuchtstoffröhren jedenfalls im Hinblick auf die Lichtfarbe und Technik gut bestanden.

Dass die gesamte Firma mitsamt der Belegschaft heute das Thema „Umweltschutz“ lebt, daran ist die Organisation „Urgewald“ aus Sassenberg nicht ganz unbeteiligt. „Anfangs war „Urgewald“ einfach ein Kunde von uns“, erinnert sich Darpe heute. Die Ideen von Urgewald, die als gemeinnütziger Verein mit Sitz in Sassenberg seit 1992 für Umweltschutz und Menschenrechte wirken, haben den Geschäftsführer von Darpe Industriedruck beeindruckt. Urgewald begleitet die deutsche Wirtschafts- und Entwicklungspolitik kritisch und dokumentiert beispielsweise die sozialen, ökologischen und ökonomischen Folgen von Exportkrediten, Staudammprojekten, Atomkraft und der Papierproduktion.

Vor rund zehn Jahren war es ein erster Kick, eine Idee, die immer größere Dimensionen angenommen hat: Spätestens mit der Zertifizierung für das klimaneutrale Drucken im Jahr 2010 war der gesamte Betrieb vom Thema Umwelt „infiziert“ und nicht zuletzt begeistert. „Wir sind vom Bundesverband Druck und Medien print COgeprüft“, erläutert Sven Darpe das Prinzip, das so funktioniert: Mit Hilfe eines eigens für den Betrieb freigeschalteten Co2-Rechners kann ein Kunde die für seinen Druckauftrag entsprechende CO-Bilanz errechnen lassen. Will heißen: Der Kunde erhält auf Wunsch auf sein Druckprojekt zugeschnitten die Auflistung des Darpe firmeneigenen CO-Ausstoßes und der bei der Papierherstellung entstandenen Menge CODaraus wird eine entsprechende „Kompensationssumme“ errechnet. Für eben diese Summe kann der Kunde auf Wunsch für sein Druckprodukt ein Zertifikat erwerben und zugleich die Berechtigung zur Kennzeichnung des Produktes mit dem Gütesiegel print CO. Mit diesem Engagement haben die Kunden obendrein die Chance, in den Umweltschutz zu investieren, denn mit dem Erwerb eines CO-Minderungszertifikates investiert der Kunde zugleich in Umweltprojekte weltweit. Nachvollziehbar wird das Ganze durch die Vergabe einer Identifikationsnummer, die im Internet abrufbar ist und anzeigt, in welche Klimaschutzprojekte der Kompensationsbeitrag investiert wurde.

„Um diese Freischaltung des CO-Rechners für unser Unternehmen zu erhalten, mussten wir einen harten Weg gehen; sämtliche Zahlen rund um Gas- oder Wasserverbrauch, die Herkunft unseres Papiers, unserer Farben und vieles mehr mussten wir dokumentieren“, weiß Sven Darpe. Rund 200 Druckereien haben deutschlandweit diese Zertifizierung erfolgreich abgelegt. „Die Kunden werden rund um das Thema Umwelt sensibler“, so Darpe. Doch ihm ist klar, dass er diese Zusatzangebote zum Thema COnicht allen Kunden verpflichten vermitteln kann. „Wir können es nur jedem anbieten und vor allem erläutern, welche positiven Effekte hinter dieser komplizierten Materie stecken.“

Die Darpe-Industriedruck-Mannschaft ist jedenfalls auf Umwelt-Kurs geblieben: 2012 folgte der Klimaschutzpreis der RWE, im August 2012 die komplette Umstellung auf Strom aus erneuerbaren Energien. „Mit den Leuchtstoffröhren ist der Schuh nun fast komplett“, zieht Darpe Bilanz. Und die Kosten-Ersparnis liegt über eine kalkuliere Lebensdauer der Röhren von rund zehnJahren bei etwa 30 000 Euro, die CO-Ersparnis liegt dabei bei etwa 95 Tonnen – lobenswerte Zahlen rund um die Ressourcenschonung.

Leserkommentare

Google-Anzeigen

immomarkt.ms Anzeigen

Wohnungen, Häuser, Grundstücke und gewerbliche Immobilien aus Ihrer Region

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/1527036?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F35766%2F1792933%2F1793112%2F