Winnetou in Warendorf
Jeder Kampf ist eine Choreographie

Warendorf -

All das, was ich euch sage und zeige ist nicht zum Nachahmen“, warnte Benjamin Armbruster, der wohl „dienstälteste Winnetou“ die 19 Väter und 35 Kinder, die am Wochenende ihr Lager in der LVHS Freckenhorst aufgeschlagen hatten. Das Thema des Väter-Kinder-Wochenendes: Indianer. Armbruster, natürlich im Winnetou-Kostüm, zeigte den Besuchern Stunt- und Fechtszenen und erklärte, wie man einen Kampf im Theater inszeniert und diesen ohne Verletzungen übersteht.

Montag, 08.04.2013, 01:04 Uhr

„All das, was ich euch sage und zeige ist nicht zum Nachahmen“, warnte Benjamin Armbruster, der wohl „dienstälteste Winnetou“ die 19 Väter und 35 Kinder, die am Wochenende ihr Lager in der LVHS Freckenhorst aufgeschlagen hatten. Das Thema des Väter-Kinder-Wochenendes: Indianer. Armbruster, natürlich im Winnetou-Kostüm, zeigte den Besuchern Stunt- und Fechtszenen und erklärte, wie man einen Kampf im Theater inszeniert und diesen ohne Verletzungen übersteht.

„Das Ganze soll echt aussehen, aber darf nicht echt sein“, so Armsbruster. Zusammen mit seinem Stuntgehilfen, dem Theaterpädagogen Oliver Kotzem , führte er dem Publikum verschiedene Techniken vor -- von Faustschlägen bis hin zum Umgang mit Tomahawk und Messer. Dabei erläuterte er, wie man einen Kampf zusammenbaut: „Es ist eine Choreographie . Es ist wirklich wie ein Tanz und der muss jedes Mal genau funktionieren.“ Denn wenn man nicht Acht gibt, verletzt man sich. Und schließlich seien sie keine Einwegschauspieler.

„Es heißt auf der Bühne ist mein Gegner mein Partner. Er ist wie ein Bruder. Ich muss mich hundertprozentig auf ihn verlassen, wenn wir einen Kampf machen“, betonte Armbruster. Ständiger Augenkontakt sei dabei das oberste Gebot. Die eindrucksvollen Kampfszenen, die in Slow motion erklärt und dann rasant umgesetzt wurden, sorgten bei den Vätern und Kindern für Staunen und Begeisterung. Auch die Fechtszenen, die Armbruster zusammen mit Vanessa Potthast vorführte, standen dem in nichts nach.

In den 25 Jahren, die Armbruster bei den Karl-May Festspielen in Elspe gespielt hat, hat er schon so einiges erlebt. Und so konnte er dem Publikum mit zahlreichen Anekdoten den Vormittag versüßen: In einer Aufführung sei einem Kollegen beim Rufen des Namens „Old Shatterhand“ die Prothese aus dem Mund geflogen, in einer anderen sei ein Schauspieler in der 31. Vorstellung statt auf seinem Pferd in einem Busch gelandet. „Er sagte seinen Text, drehte sich um und sprang von einer Anhöhe. Doch dem Pferd schmeckte der Busch wohl nicht mehr gut und es ging einen Meter weiter“, erinnert er sich Armbruster.

Im Anschluss an die Geschichten, Stunt- und Fechtszenen bauten Väter und Kinder Tipis, Totenpfeiler, stellten Tomahawks her und bastelten Indianerkleidung, die sie zum Lagerfeuer trugen.

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