Fr., 28.02.2014

Zertifikat für das Lau Jeden Menschen annehmen, wie er ist

Geschafft! über das offizielle Zertifikat freuten sich (v. l.) Olli Bokelmann („Mindful Jugendhilfe“), SV-Schülerin Clara Hahn, Schulleiterin Marlies Ermer, Sina Musche, Mathis Musche, Tamara Ossege-Fischer, Laura Vinnenberg und Eva Schlatmann (alle SV) sowie Anna Weber vom Kommunalen Integrationszentrum.

Geschafft! über das offizielle Zertifikat freuten sich (v. l.) Olli Bokelmann („Mindful Jugendhilfe“), SV-Schülerin Clara Hahn, Schulleiterin Marlies Ermer, Sina Musche, Mathis Musche, Tamara Ossege-Fischer, Laura Vinnenberg und Eva Schlatmann (alle SV) sowie Anna Weber vom Kommunalen Integrationszentrum. Foto: Hartmeyer

Warendorf - 

Jetzt ist es offiziell: Seit Freitag darf sich das Gymnasium Laurentianum „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ nennen.

Von Ines-Bianca Hartmeyer

Wie ist das mit dem Asylsuchenden, der vor dem Krieg in seinem Heimatland nach Deutschland flieht? Oder mit dem Rollstuhlfahrer auf dem Schulhof? Und wie mit dem Fußballstar, der sich öffentlich dazu bekennt, dass er Männer liebt statt Frauen? „In unserer Gesellschaft treffen ganz viele unterschiedliche Menschen aufeinander“, formulierte es Olli Bokelmann von der „Mindful Jugendhilfe“ am Freitagmorgen im Gymnasium Laurentianum. „Andersartigkeit nicht nur zu tolerieren, sondern auf die Menschen zuzugehen und sie so anzunehmen, wie sie sind – das ist schwer!“

Schwer, aber nicht unmöglich, wie das Gymnasium Laurentianum bewiesen hat. Seit zwei Jahren setzen sich Schüler und Lehrer dafür ein, dass das Lau „ Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage “ wird. Die Ursprungsidee stammte aus der Schülervertretung, schnell folgte eine AG-Gründung. Vor einem Jahr dann kam die „Mindful Jugendhilfe“ als Pate mit ins Boot. „Bei diesem Projekt geht es darum, achtsam sich selbst, aber auch anderen Menschen gegenüber zu sein“, kommentierte Bokelmann. „Das passt hervorragend zu uns!“

Am Freitagmorgen ernteten die Akteure den Lohn für ihren wiederholten Appell an ein gewaltfreies Miteinander: Anna Weber vom Kommunalen Integrationszentrum überreichte ihnen das offizielle Zertifikat und ein Schild für den Eingangsbereich. „Es soll jeden daran erinnern, mit anderen Menschen ein wenig netter umzugehen“, betonte Weber.

Und noch einen weiteren „Denkanstoß“ hatten die Schüler vorbereitet: Rund 400 bunte Luftballons mit dem Projektlogo und ganz persönlichen Gedanken zum Miteinander auf der Welt schickten sie anschließend in den Himmel: „Wir wollen den Ansatz, dass die Welt bunt ist, symbolisch in die Luft tragen und sehen, wie weit sich unsere Botschaften verbreiten“, erklärte Sina Musche vom SV-Team, die gemeinsam mit Tamara Ossege-Fischer, Clara Hahn und Laura Vinnenberg die Federführung bei dem Projekt hatte.

„Ihr seid unsere Zukunft – und Eure Ideen zeigen auf, wie wir gemeinsam auf unserem Globus die Zukunft gestalten können“, war Schulleiterin Marlies Ermer sichtlich stolz auf das Engagement ihrer Schüler. Mit „Heal the World“ setzte der Schulchor unter Leitung von Matthias Hothneier den passenden musikalischen Akzent.

Schnell hatten sich die mit Helium gefüllten Luftballons auf die Reise gemacht. Ob ihre Botschaften auf fruchtbaren Boden fallen? Wer einen Ballon findet, ist aufgerufen, eine Rückmeldung per E-Mail an das SV-Team zu schicken:

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