Di., 07.03.2017

Landgestüt: Führungstrio entlassen Fristlose Kündigung für Ex-Leitung

Vor die Tür gesetzt hat das Umweltministerium ein Jahr nach Freistellung des ehemalige Führungstrio des Landgestüts. Montag gab kommissarischer Leiter Hans Leser den Mitarbeitern die Entlassung der drei bekannt.

Vor die Tür gesetzt hat das Umweltministerium ein Jahr nach Freistellung des ehemalige Führungstrio des Landgestüts. Montag gab kommissarischer Leiter Hans Leser den Mitarbeitern die Entlassung der drei bekannt. Foto: Edler

Warendorf - 

Gut ein Jahr nach Freistellung haben die drei ehemaligen Leitungskräfte des NRW-Landgestüts ihre fristlose Kündigung erhalten, nachdem der Anwalt des Umweltministeriums Einsicht in die Akten erhalten hatte. Das Ermittlungsverfahren beruht auf dem Verdacht der Vorteilsannahme.

Von Jörg Pastoor

Das ehemalige Führungstrio des Westfälischen Landgestüts ist fristlos entlassen. Damit hat das NRW-Umweltministerium arbeitsrechtliche Fakten geschaffen – unabhängig von den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Vorteilsannahme. Die drei betroffenen ehemaligen Mitarbeiter waren in einer ersten Reaktion des Fachministeriums Mitte Februar 2016 freigestellt worden. Damals war mit sofortiger Wirkung Hans Leser, der im Ministerium stellvertretender Leiter der Abteilung „Landwirtschaft, Gartenbau und Ländliche Räume“ ist, bis auf weiteres kommissarischer Leiter des Landgestüts in Warendorf geworden. Leser bestätigte die Informationen unserer Zeitung: „Wir haben eine Betriebsversammlung einberufen und ich habe die Mitarbeiter informiert.“ Er behalte seine Position vorerst: „Ich bin kommissarischer Leiter und mache das auch noch eine gewisse Zeit weiter.“ Zur Entlassung der ehemaligen Mitarbeiter durfte er nichts sagen und verwies auf den Sprecher seines Ministeriums. Der Betrieb im Gestüt laufe weiter wie bisher. „Wir machen unser Geschäft weiter, das Programm läuft. Die drei waren ja schon über ein Jahr nicht mehr hier“, so Leser.

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Ich bin kommissarischer Leiter und mache das auch noch eine gewisse Zeit weiter.

Hans Leser

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Die Pressestelle in Düsseldorf berichtete knapp: „Das Ministerium hat in den letzten Wochen Einsicht in die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungsakten nehmen können. Die Arbeitsverhältnisse zu den vormals freigestellten drei Beschäftigten des Nordrhein-Westfälischen Landgestüts sind von Seiten des Landes daraufhin beendet worden. Unabhängig davon laufen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Münster weiter.“ Über das, was man unserem Landeskorrespondenten auf Anfrage mitgeteilt habe, hinaus, „können wir uns wegen des laufenden Ermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft und aus personaldatenschutzrechtlichen Gründen leider nicht äußern“, so Pressesprecher Frank Seidlitz.

Ursache der staatsanwaltlichen Ermittlungen war wie berichtet der Verdacht gegen die damalige Leiterin des NRW-Landgestüts, den Verwaltungsleiter sowie den ersten Hauptberittmeister wegen des Vorwurfs der Vorteilsannahme in Verbindung mit Reisen nach Katar. Sie waren danach ihrer Ämter enthoben und freigestellt worden. Dem waren offenbar schon länger andauernde Ermittlungen der Staatsanwaltschaft vorangegangen. Nach Beweissicherungsmaßnahmen der zuständigen Staatsanwaltschaft beim Landgestüt im Februar vor einem Jahr zog der Dienstherr, Minister Johannes Remmel, die Notbremse, „um dem international guten Ruf des Landgestüts keinen Schaden zuzufügen“ (...) und gleichzeitig die erfolgreiche Arbeit (...) in ruhigerem Fahrwasser weiterzuführen“. 

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