Fr., 15.01.2016

Insolvenzverwalter hat Regie übernommen Warendorf Küchen: Regelinsolvenz in Eigenverantwortung

Warendorf Küchen geht nun doch in die Regelinsolvenz.

Warendorf Küchen geht nun doch in die Regelinsolvenz. Foto: Warendorf Küchen

Warendorf - 

Im Insolvenzverfahren bei der Warendorfer Küchen GmbH hat ein neuer „Koch“ die Regie am Herd übernommen: Michael Mönig, bekannter Fachanwalt aus Münster, ist jetzt zum Insolvenzverwalter bestimmt worden.

Von Christoph Lowinski

Ursprünglich hatte das Unternehmen vom zuständigen Gericht die Insolvenz in Eigenverantwortung zugestanden bekommen. Dabei ist die amtierende Geschäftsführung für die Durchführung des Verfahrens zuständig. Nun hat Michael Mönig die Regie übernommen – im Rahmen einer so genannten Regelinsolvenz.

Das Unternehmen begründet die Neuorientierung damit, dass die „geplanten Sanierungsideen schnellstmöglich“ umgesetzt werden sollen, um so „noch schneller durch das Insolvenzverfahren zu kommen“. Mönig, der vorläufige Insolvenzverwalter, begrüße diese Entscheidung, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.

Die Geschäftsführung sei weiterhin im Amt, und genieße bei der Sanierung das Vertrauen des vorläufigen Insolvenzverwalters. „Die Gespräche und die Zusammenarbeit sind sehr konstruktiv und vertrauensvoll“, betont Mönig.

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Rechtsanwalt Michael Mönig aus Münster hat die Regie am Herd übernommen. Foto: Cedric Gebhardt

„Wir haben nach intensiven Beratungen bewusst den Weg der übertagenden Sanierung beschritten. Eine Entscheidung für das Wohl des Unternehmens und der Mitarbeiter“, so begründet Slav Lepenin, Geschäftsführer Warendorfer Küchen GmbH den Schritt. „In Eigenverwaltung hätte die Umsetzung der notwendigen Umstrukturierungen zu viel Zeit gekostet.“ Die Maßnahme könne bereits im Frühjahr umgesetzt werden und damit den Weg frei machen für eine solide Zukunft des Unternehmens, heißt es weiter.

Die finanzielle Lage des Unternehmens sei für den Augenblick stabil. Für die betriebliche Weiterführung stehe Geld zur Verfügung. Darüber hinaus seien vor zwei Wochen die Dezemberlöhne an die Mitarbeiter überwiesen werden. Die Finanzierung des Insolvenzgeldes sei gesichert.

Der Geschäftsbetrieb laufe unverändert weiter, heißt es abschließend.

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