Mo., 19.09.2016

Warendorfer Hengstparade Sport und Spektakel

Warendorfer Hengste machen auch auf dem „Laufsteg“ eine gute Figur – mit ganz viel Show-Talent. Moderator Carsten Soestmeier formulierte das treffend: „Es sind echte Next Topmodels.“

Warendorfer Hengste machen auch auf dem „Laufsteg“ eine gute Figur – mit ganz viel Show-Talent. Moderator Carsten Soestmeier formulierte das treffend: „Es sind echte Next Topmodels.“ Foto: Wilfried Gerharz

Warendorf - 

Mal wieder waren es vor allem die „Dicken“, die bei der Hengstparade des Nordrhein-Westfälischen Landgestüts für Furore sorgten. Ob vor dem Sulky, im Fünferzug oder in der Quadrille: Die Rheinisch-Deutschen Kaltblüter machten in Warendorf eine gute Figur.

Von Kristina Sehr

Zum Publikumsliebling mauserte sich der braune Kaltbluthengst Hanseat. Er zeigte zirzensische Lektionen und verbeugte sich. Und auch Action boten die schweren Kaliber: Als fünf der 900-Kilo-Tiere eine Kutsche zogen, gingen sie plötzlich durch und galoppierten in rasantem Tempo los. Glücklicherweise konnten sie schnell wieder unter Kontrolle gebracht werden.

Der Spagat zwischen Kalt- und Warmblütern wird im Warendorfer Landgestüt groß geschrieben. Tradition steht hier an erster Stelle – immerhin blickt man bereits auf 190 Jahre Gestütsgeschichte zurück. Es ist also kein Zufall, dass sich die Symbiose von Fahren und Reiten wie ein roter Faden durch das Programm der Hengstparade zog.

Fotostrecke: Hengstparade im Warendorfer Landgestüt

Die Warmbluthengste glänzten mit Sportlichkeit. Besonders der Hengst A la Carte NRW stand beim Schaubild „Hengste im Sport“ im Fokus. Vor kurzem hatte er mit seiner Reiterin Kendra Claricia Brinkop die Bronzemedaille bei den Deutschen Meisterschaften der Springreiterinnen gewonnen. Angesichts dieses Erfolgs konnte auch der kommissarische Gestütsleiter Hans Leser kaum seine Begeisterung verbergen. „A la Carte NRW ist mein persönliches Highlight“, verriet der Pferdemann.

Adrenalinkick zum Schluss der Show

Für einen echten Adrenalinkick kurz vor dem Abschluss der Show sorgte der Auszubildende Frederic Schulze Gronover. Er gab sein Debüt bei der „Ungarischen Post“. Stehend sauste er auf dem Rücken zweier galoppierender Kaltblüter über den Sandplatz.

Der reibungslose Ablauf des Events kommt jedoch nicht von ungefähr. Die hippologische Darbietung ist perfekt einstudiert. Mit dem Training beginnt man meist schon sechs Wochen vorher, weiß Reiterin Andrea Stricker. „Manche Nummern sind bereits bekannt, manche kommen neu hinzu“, so die Pferdewirtin, die bereits seit 19 Jahren die Pferde des Landgestüts reitet.

Zur Auftaktvorführung am 18. September gaben sich prominente Gäste die Ehre: NRW-Landtags-Vizepräsident Eckhard Uhlenberg und NRW- Finanzminister Norbert Walter-Borjans ließen sich das Spektakel nicht entgehen. Und auch bei der nächsten Vorführung am 25. September wird hoher Besuch erwartet: NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hat sich angekündigt.

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