Fr., 14.10.2016

Daldrup besucht Bischöfliche Realschule Besuch aus Berlin

Spannende Einblicke in seine politische Arbeit gewährte MdB Bernhard Daldrup (SPD) den Schülern der Klasse 9a der Bischöflichen Realschule.

Spannende Einblicke in seine politische Arbeit gewährte MdB Bernhard Daldrup (SPD) den Schülern der Klasse 9a der Bischöflichen Realschule. Foto: Lins

Warendorf - 

Bundespolitik live an der Bischöflichen Realschule: Der Sendenhorster Bundestagsabgeordnete der SPD, Bernhard Daldrup, war zu Besuch bei der Klasse 9a.

Von Thomas Lins

„Wir sind von dem Abgeordneten nach Berlin in den Bundestag eingeladen worden“, erläutert Klassenlehrerin Beatrix Fahlbusch, „da er aber selbst während unseres Besuchs nicht in Berlin war, findet das Gespräch in der Schule statt.“

„Muss man immer an allen Sitzungen teilnehmen?“, möchte ein Schüler wissen. „Muss man nicht“, lacht Daldrup, „denn ich habe keinen Vorgesetzten und bin nur dem Bürger verpflichtet. Allerdings muss ich eine Strafe von 200 Euro zahlen, wenn ich in einer Sitzungswoche nicht erscheine.“ In diesem Zusammenhang geht Daldrup auf den Fraktionszwang ein. Dieses Wort bezeichne die Verpflichtung, dass alle Mitglieder einer Fraktion gleich abstimmen. „Im engeren Sinne gibt es einen Zwang dazu nicht“, erläutert der Abgeordnete, „es ist allerdings schon so, dass wir aus Solidarität mit unseren Partei-Kollegen gleich abstimmen.“

Daldrup erzählt den Neuntklässlern auch von seiner aktuellen Arbeit: „Mich haben der Oberbürgermeister von Hamm und der von Gelsenkirchen kontaktiert, es geht um eine große Zahl von Bulgaren und Rumänen, die nach Deutschland kommen.“ Daldrup betont, dass dies keine Flüchtlinge seien, da die beiden Staaten seit 2007 der Europäischen Union angehören und damit Freizügigkeit für deren Bevölkerungen gelte. „Aber Probleme gibt es trotzdem, denn diese Menschen entstammen einem anderen Kulturkreis und sind oft deutlich ungebildeter.“ Hier Lösungen zu finden, die allen gerecht werden, sei nicht einfach. „Schwierig ist auch, dass sich der CDU-Innenminister Thomas de Maizière und Arbeitsministerin Andrea Nahles von der SPD mit Gesetzesvorhaben hierbei gegenseitig blockieren.“

Auch auf die aktuelle Flüchtlingsdebatte geht Daldrup ein: „Bei einer Reise des Bundestags sind wir auf der griechischen Insel Lesbos gewesen.“ Auf die Mittelmeerinsel in der Ägäis nahe der Türkei seien innerhalb von sieben Monaten 750 000 Flüchtlinge gekommen. Der dortige Bürgermeister habe ihm berichtet, welch massive Auswirkungen dies für die Insel habe. „Aber trotzdem will man dort den Bürgerkriegsflüchtlingen aus humanitären Gründen helfen.“

Daldrup macht den Schülern klar, was eine ähnliche Situation für Warendorf bedeuten würde: „Was würde hier passieren, wenn in kurzer Zeit 40 000 Flüchtlinge kämen?“ Er schließt daraus, dass keinem Politik egal sein dürfe. Auch die Entgleisungen von Pegida-Anhängern beim Tag der Deutschen Einheit seien ein Warnzeichen. „So selbstverständlich ist Demokratie nicht; man muss sich schon für sie engagieren“, appellierte er an die Schüler.

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