Mo., 17.10.2016

Defibrillator-Aktion Vorbild für andere Dörfer

Hoetmar wird herzsicher: Theo Fleuer, Josef Brand, Marcel Homölle, das amtierende Schützenkönigspaar Judith Lilienbecker und Julian Krummacher, Ansgar Drees und Marietheres Leuer freuen sich über die Defibrillator-Aktion.

Hoetmar wird herzsicher: Theo Fleuer, Josef Brand, Marcel Homölle, das amtierende Schützenkönigspaar Judith Lilienbecker und Julian Krummacher, Ansgar Drees und Marietheres Leuer freuen sich über die Defibrillator-Aktion. Foto: Ohlmeier

Hoetmar - 

Künftig soll kein Mensch in Hoetmar mehr an einem plötzlichen Herztod sterben – dieses ehrgeizige Ziel hat sich die Dorfwerkstatt gesetzt.

Von Stephan Ohlmeier

„Pro Jahr sterben in Deutschland rund 150 000 Menschen einen plötzlichen Herztod. Im Notfall ist schnelles Handeln überlebenswichtig“, wissen Marietheres Leuer und Marcel Homölle, die das Dorfwerkstatt-Projekt „Hoetmar wird herzsicher“ betreuen: „Ein Defibrillator kann Menschenleben retten.“

Insgesamt sollen für Hoetmar drei Defibrillatoren angeschafft werden. Das erste Gerät hängt bereits hinter dem neuen Feuerwehrgerätehaus, das zweite soll zeitnah im Bereich der Kirche platziert werden. „Zudem möchten wir ein Gerät mobil bei Veranstaltungen im Dorf – etwa beim Schützenfest, den Nilspielen oder bei Prozessionen – nutzen“, so Marietheres Leuer.

In den vergangenen Monaten haben viele Hoetmarer Geld gespendet, um die Kosten in Höhe von rund 2000 Euro pro Defibrillator stemmen zu können. Auch der Schützen- und Heimatverein war von dem Projekt von Anfang an begeistert und spendete am Samstagabend 750 Euro Erlös der Tombola vom Schützenfest-Frühschoppen für das Projekt. „Der Tombola-Erlös war in diesem Jahr außergewöhnlich hoch“, verrät Theo Fleuer, Vorsitzender des Schützen- und Heimatverein.

Josef Brand als Vorsitzender des Heimatvereins und Motor der Dorfwerkstatt ergänzt: „Mit der Anschaffung von Defibrillatoren sind wir Vorreiter und Vorbild für viele anderen Dörfer.“

Der Defibrillator löst übrigens nur einen Schock aus, wenn das zwingend notwendig ist. Über eine Sprachsteuerung gibt er den Ersthelfern detaillierte Anweisungen und erklärt auch die nach einem Schock durchzuführende Herzrhythmusmassage und Beatmung des Patienten.

„Man kann nichts falsch machen – außer das Gerät nicht zu nutzen“, sagten Marietheres Leuer und Marcel Homölle. Um den Hoetmarer die Scheu vor den Geräten zu nehmen, sind sie gerne bereit, Aufklärungsarbeit zu leisten: „Letzte Woche waren wir bereits im Kindergarten. Wir kommen aber auch gerne zu Kegelclubs, Vereinen oder zu Nachbarschaften.“

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