Mi., 19.10.2016

Trödel Fettmarkt unter Folien

Nur wasserfeste Produkte bot Monika Lucht zum Kauf an. An einem anderen Stand gab es die Puppe zu kaufen – aber ohne Spezialeffekt: was wie Tränen aussieht, ist Regen.

Nur wasserfeste Produkte bot Monika Lucht zum Kauf an. An einem anderen Stand gab es die Puppe zu kaufen – aber ohne Spezialeffekt: was wie Tränen aussieht, ist Regen.

Warendorf - 

Schnell eine Runde – und schnell nach Hause. Das war in diesem Jahr das Motto von nicht wenigen Fettmarktbesuchern. Wo auf der Trödelmeile sonst gestöbert und gefeilscht wird, herrschte gestern teilweise große Leere. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren waren deutlich weniger Trödler gekommen, die Wettervorhersage hatte anscheinend schon eine gewisse Abschreckungskraft entfaltet.

Von Vera Szybalski

Am Morgen hatten die Händler noch Glück, nicht nur blieb zunächst der Regen aus, die Warendorfer zeigten sich auch kauffreudig. „In den ersten zwei Stunden ist es sehr gut gelaufen“, sagte Matthias Carsten, der mit seiner Familie Kleidung und Spielsachen der Kinder verkaufte. Nicht zu kommen, war für die Familie keine Option. Als es dann gegen 9 Uhr anfing zu regnen, wurden die Schirme rausgekramt und die Ware mit Folien bedeckt. „Wenn die Plane drauf liegt, gehen die meisten aber dran vorbei“, sprach Carsten das Problem vieler Händler an.

Wer nicht einen Pavillon mitgebracht hatte, musste seine Produkte mit Folien verhüllen, bei einigen war dadurch nicht mehr zu erkennen, was sich darunter befindet. Die Idee, eine Tüte über die Kleidung zu hängen, hat Trödlerin Monika Lütke Bexten schnell wieder verworfen. Sie verkauft mit ihrer Familie ebenfalls Kleidung und Spielsachen der Kinder. Statt die Ware unter Plastik zu „verstecken“, holt Lütke Bexten einige Dinge gar nicht erst raus. Für das Wetter seien aber recht viele Leute gekommen, die mit Regenschirmen in der Hand durch die Gassen schlenderten.

Lange stehen bleiben und auf die Suche nach dem nächsten Schnäppchen gehen am Mittag als es sich so richtig eingeregnet hat, das taten nur noch wenige. Zu der Nässe kam die Kälte, die kleinen Schmuckstücke waren nicht immer zu sehen oder feucht geworden. Zu beneiden waren die privaten Händler nicht. Monika Lucht verkaufte – ebenso wie Hedwig Urbigkeit – Ware zugunsten der Kinderhilfe Nepal. Und Lucht hatte vorgesorgt: Auf dem Tisch lagen Porzellan, Gläser und andere Dekostücke, die ruhig nass werden durften. Und noch etwas hatte sie im Angebot, das man am Mittwoch wohl am besten gebrauchen konnte: Regenschirme.

Leserkommentare

Google-Anzeigen

Mehr zum Thema

kfzmarkt.ms Anzeigen

Autos, Motorräder, Wohnmobile und Nutzfahrzeuge aus Ihrer Region

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4380086?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F35766%2F