Do., 01.12.2016

Nebenkosten 2017 Gebühren werden angepasst

Die Grundgebühren für Müllentsorgung und Regenwasser bleiben 2017 auf Vorjahresniveau.

Die Grundgebühren für Müllentsorgung und Regenwasser bleiben 2017 auf Vorjahresniveau. Foto: hpe

WARENDORF - 

Schmutz- und Regenwasser müssen genauso alltäglich entsorgt werden wie der Müll. Das kostet. Wie viel verkündeten jetzt Mitarbeiter der Abwasserbetriebes Warendorf im Betriebsausschuss.

Von Peter Sauer

Was kostet die Müllentsorgung und die Entwässerung die Warendorfer 2017? Im Betriebsausschuss stellten die Mitarbeiter des Abwasserbetriebes Warendorf am Dienstag die neuen Zahlen vor.

Zwar sinken die Personalkosten um 4000 Euro im Vergleich zum Vorjahr. Durch Umstrukturierungen. Der Aufwand für Sach- und Dienstleistungen steigt aber gleichzeitig um 8200 Euro. Hauptgrund: Kostensteigerungen von 7000 Euro beim Sammeln und Transportieren (Abfuhrkosten). Es gibt mehr Müllbehälter. Das teilte Udo Bierbaum, Sachgebietsleiter Team Umwelt- und Geoinformation, mit.

Einstimmig beschloss der Betriebsausschuss die Gebührensatzung zur Abfallentsorgung: Demnach beträgt die Grundgebühr für das Abfallentsorgungspaket – ohne die Biotonne – 1,12 Euro pro Liter Restmüll. Wer hingegen eine Biotonne nutzt, zahlt künftig 55 Cent pro Liter Restmüll. Der Gebührenabschlag für „Eigen-Kompostierer“ beträgt 40 Cent pro Liter Restmüll.

Was bedeutet das in Summe für den Bürger? Die für 2017 kalkulierten Gebühren entsprechen denen aus 2016.

Einstimmig beschlossen wurde die Änderung der Gebührensatzung für die Entwässerung: Die Schmutzwasser-Grundgebühr sinkt von 78 auf 72 Euro, die Zusatzgebühr von 2,01 Euro pro Kubikmeter auf 1,93 Euro. Konstant bleibt die Regenwasser-Grundgebühr bei 10,80 Euro per 100 Quadratmeter.

Aber: Die Zusatzgebühr bei Regenwasser steigt indes von 38 auf 46 Cent pro Quadratmeter. Der Grund: Bei Niederschlagswasser müssen die Abwasserbetriebe immer mehr investieren: „Wir bauen fast jedes Jahr neue Regenrückhaltebecken“, erläutert Ralf Bücker Leiter des Abwasserbetriebs. Auch die Betriebskosten von Regenwasserreinigungsanlagen sind größer geworden.

Nur geringfügig steigen die Gebühren für die Entsorgung von Fäkalschlamm aus Kleinkläranlagen (Reinigung-und Transportkosten) und für Abwasser aus abflusslosen Gruben.

Für den Schlamm aus Fettabscheidern wurde die Kalkulation aktualisiert, da sich Eckdaten geändert haben. Zudem ist die Gegenrechnung für den Strom-Ertrag aus dem Fett durch die Mikrogasturbine starken Schwankungen unterworfen. Auch die Kosten für die Generalüberholung der Anlage wirkten sich aus.

Was deutlich teurer wird, ist die Gebühr für die An- und Abfahrt von Einzelabfuhren. Das sind Touren, die außerhalb der regulären Termine auf Wunsch des Grundstückeigentümers oder Mieters stattfinden.

Die Gebühr steigt von 150 auf 285,60 Euro. Und warum? „Den Sonderabfuhrplan nutzen nur sehr wenige“, erläuterte Ralf Bücker. „Wir wollen damit nicht andere Gebührenzahler belasten. Stattdessen legen wir die Kosten allein auf die Verursacher um.“

Insgesamt liegt Warendorf mit jährlichen Gebühren von durchschnittlich 539,40 Euro unter dem Kreisschnitt von 559,18 Euro und dem NRW-Schnitt von 722 Euro. Wenn eine vierte Klärstufe, wie schon öfters angeregt, hinzukommen würde, würden die Gesamtkosten um 34 Euro steigen, erklärte Bücker auf Nachfrage.

Ferner wurde mitgeteilt, dass die abwassertechnische Erschließungen der Klimaschutzsiedlung in Freckenhorst und des Neubaugebietes am Friedhof Warendorf fertiggestellt sind. Für den Neubau einer Fahrzeug- und Maschinenhalle sowie für die Überdachung des alten Gebläsekellers in Milte wurde der Bauantrag gestellt. Sobald die Genehmigung vorliegt, wird die Ausschreibung veröffentlicht.

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