Mi., 30.11.2016

Aktion Kleiner Prinz: Weihnachtspakete für Kinder in Rumänien Schenken ist schön

Maria Mussaeus (r.), Vorsitzende der Aktion Kleiner Prinz, und Bezirksbeamter Dieter Wohlgemuth, gehörten zu den emsigen Helfern, die am Morgen bei klirrender Kälte die Päckchen und Pakete entgegennahmen, die dann in zwei 40-Tonnern (kleines Foto) verstaut wurden und inzwischen auf dem Weg nach Rumänien sind.

Maria Mussaeus (r.), Vorsitzende der Aktion Kleiner Prinz, und Bezirksbeamter Dieter Wohlgemuth, gehörten zu den emsigen Helfern, die am Morgen bei klirrender Kälte die Päckchen und Pakete entgegennahmen, die dann in zwei 40-Tonnern (kleines Foto) verstaut wurden und inzwischen auf dem Weg nach Rumänien sind. Foto: Brocker

Warendorf - 

In regelmäßigen Abständen fahren Pkw vor, in denen sich die Geschenke bis unters Dach stapeln. Mitarbeiter der Aktion kleiner Prinz kehren mit voll beladenen und bestens gesicherten Anhängern von Fahrten nach Harsewinkel, Greffen, Freckenhorst oder in die Baumberge zurück. „Diesmal beteiligen sich circa 208 Einrichtungen“, erzählt Marie-Luise Mönnigmann, die schon im August, gemeinsam mit Marion Schubert und Ursula Vögeler, mit den Vorbereitungen der Weihnachtspäckchenaktion begonnen, Schulen und Kindergärten angeschrieben hat, die sich zum Teil seit Jahren an der Aktion beteiligen und den Kindern kaum schöner vermitteln könnten, dass Schenken schön ist.

Von Joke Brocker

Die Rückenschmerzen am Abend nimmt Bezirksbeamter Dieter Wohlgemuth gerne in Kauf für diese „wunderbare Aktion“. Und auch für Maria Mussaeus, Vorsitzende der Aktion Kleiner Prinz, die sich der internationalen Hilfe für Kinder in Not verschrieben hat, ist die Päckchenaktion „Ich schenk dir meinen Stern“, die vor mehr als 20 Jahren ins Leben gerufen wurde, der „Höhepunkt des Jahres“. Am Mittwoch zwischen 8 und 13 Uhr nehmen die beiden sowie rund 40 weitere Helfer, darunter fünf Schüler aus Wolbeck, die eigens für die Aktion von ihrer Schule freigestellt wurden, auf dem Wilhelmsplatz bei klirrender Kälte wieder unzählige Päckchen in Empfang. Scharen von Kindergarten- und Schulkindern liefern liebevoll verpackte Päckchen ab und stimmen auf besonderen Wunsch der Ehrenamtlichen Weihnachtslieder an. Sozusagen als herzerwärmende Dreingabe.

Auch Sabine Krappmann-Klute von der Friedensgemeinde in Münster ist wieder mit von der Partie. Mehr als 400 Päckchen habe sie diesmal gebracht, erzählt sie, während sie sich bei einem Becher Tee aufwärmt. Ihr Mann, Pfarrer in der LWL-Klinik in Lengerich, habe am Vortag außerdem noch 80 Päckchen der LWL-Kliniken Lengerich und Münster mit nach Hause gebracht. Nun liegen diese, gut verstaut, neben Päckchen, deren Absender in Ahlen, Ennigerloh, Hamburg oder Remscheid wohnen.

Sogar eine Schule aus Berlin habe sich diesmal an der Aktion beteiligt, erzählt Maria Mussaeus. Im Philosophieunterricht hatten die Schüler nach der Lektüre von Saint-Exupérys „Der kleine Prinz“ über das Thema Freundschaft gesprochen, um sich anschließend an der Ich-schenk-dir-meinen-Stern-Aktion zu beteiligen. Auch ihre Päckchen liegen längst in einem der beiden 40-Tonner, die noch am Nachmittag auf die Reise gehen sollen. Das Ziel heißt allerdings keineswegs Abu Dhabi, wie ein Knirps vermutet. Die zum Teil handbemalten Päckchen, in denen sich Puppen, Kuscheltiere, Süßigkeiten, Buntstifte oder Schreibutensilien verbergen, sind für bedürftige Kinder in Satu Mare und Medias in Rumänien bestimmt, für die es ohne die Geschenke aus Deutschland kein Weihnachtsfest gäbe.

Das zumindest behauptet der Direktor einer rumänischen Schule. Wie sehr sich die Kinder freuen, wenn Caritas-Mitarbeiter in Satu Mare oder Vertreter der Stiftung Aktion Kleiner Prinz in Medias die Geschenke aus Deutschland verteilen, weiß Klaus Chmiel, dessen Name für das ein oder andere Kind in Rumänien längst ein Synonym für „Päckchen“ ist.

Gemeinsam mit Maria Mussaeus durfte der zweite Vorsitzende der Aktion Kleiner Prinz eine Bescherung in Rumänien miterleben. „Ein kleiner Junge“, erinnert sich Chmiel an eine offenbar besonders nachhaltige Begegnung, „stand mit einer Tüte Gummibärchen vor mir und fragte, ob man die essen könne.“

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