Do., 01.12.2016

Offline an einigen Grundschulen Surflos im Klassenzimmer

Offline sollen zurzeit Computer in Warendorfer Grundschulen sein. Grund ist der Inhaltsfilter eines externen Dienstleisters, der nach einem Update nicht mehr funktioniert.

Offline sollen zurzeit Computer in Warendorfer Grundschulen sein. Grund ist der Inhaltsfilter eines externen Dienstleisters, der nach einem Update nicht mehr funktioniert. Foto: dpa, Frank May

Warendorf - 

An einigen Warendorfer Grundschulen ist das Internet seit einiger Zeit gar nicht mehr oder nur noch eingeschränkt nutzbar. Sowohl die Schüler als auch die Lehrer sind größtenteils offline. Grund ist der Inhaltsfilter eines externen Dienstleisters, der nach einem Update nicht mehr funktioniert.

Von Engelbert Hagemeyer

Dieser Filter sorgt dafür, dass in den Schulen nur vorab überprüfte und freigegebene Webseiten aufgerufen werden können. Betroffen sein sollen die Schulstandorte Klosterstraße, Milte, Einen, Hoetmar und Freckenhorst. Sie haben jeweils eigene Filtertechnik, die durch das Update lahmgelegt worden sein soll. Die übrigen Grundschulen werden über die zentrale IT der Verwaltung versorgt. Auch dort steht solch ein Filter, der aber das Update bislang nicht erhalten hat und daher weiterhin funktioniert.

Michael Widhalm vom Schulamt bestätigt den Ausfall. „Das ist ein sehr unbefriedigender Zustand“, sagte er am Mittwochabend im Schulausschuss. Die Verwaltung habe mehrmals versucht, mit dem Hersteller in Kontakt zu treten, um das Problem schnellstmöglich zu beheben. Diese Versuche seinen bislang nicht erfolgreich gewesen, es handele sich offenbar um ein größeres technisches Problem. „Wir schauen uns inzwischen nach einem anderen Anbieter um und sind in Gesprächen“, sagt Widhalm. Zum Ende der Woche rechnet die Verwaltung mit einer ersten Rückmeldung – entweder vom bisherigen Anbieter oder von einem Alternativhersteller.

In den Warendorfer Grundschulen ist der so genannte „Schulrouter Plus“ der Firma „Time for Kids“ (Sitz in Berlin) im Einsatz. Das Gerät kann als Medienserver und als Lernplattform für Programme und Filme dienen. In den Warendorfer Schulen ist er als reiner Filter zentral zwischen die Computer-Arbeitsplätze und den Internetzugang geschaltet. Dadurch können die Lehrer ihrer Aufsichtspflicht nachkommen. Der Einsatz eines solchen Filters ist vom Schulministerium vorgeschrieben. Er arbeitet mit einer Datenbank, in der für Schüler geeignete Webseiten hinterlegt sind. Nur diese sind aufrufbar, alle anderen sind für die Schulcomputer gesperrt.

Die Grundschulen stehen nun vor der Wahl, das Internet gar nicht mehr zu nutzen oder den Zugang ohne den Filter zu ermöglichen. Viele Schulen hätten sich dazu entschlossen den Zugang ganz abzuschalten, bis das Problem gelöst ist, berichtet Widhalm.

Das Verwaltungsnetz, etwa für die Computer in den Sekretariaten der Schulen, funktioniert. Auch an den weiterführenden Schulen gibt es keine Ausfälle, dort werden andere System zur Filterung eingesetzt.

„Time for Kids“ war gestern für eine Stellungnahme nicht mehr zu erreichen.

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