Mo., 17.07.2017

B64n-Gegner informieren vor Ort Spontane Beitritte

Paul Afhüppe erläutert den interessierten Teilnehmern der Trassenfahrt die B 64n-Verkehrsführung an der K 3.

Paul Afhüppe erläutert den interessierten Teilnehmern der Trassenfahrt die B 64n-Verkehrsführung an der K 3. Foto: IWS

Warendorf - 

Wie sind die Dimensionen der Straße? Wo genau führt sie entlang? Wie hoch wird sie liegen? Alles das waren Fragen, die die Interessengemeinschaft Warendorf-Süd e. V. während einer Info-Radtour beantwortete.

Die Interessengemeinschaft Warendorf-Süd e. V. (IWS) hatte zu einer Radfahrt entlang der B 64n-Trasse eingeladen. Nach der Planvorstellung Ende März sollte vor Ort erfahrbar gemacht werden, wie sich die Baumaßnahme auf die Umgebung auswirken würde. Ein viel größerer Unterschied wäre es ohnehin, so Vorstandsmitglied Albert Leendertse, „eines Tages miterleben zu müssen, wie sich zuungunsten vieler Warendorfer ihr Lebensumfeld gravierend verändert hätte“.

Gut 30 Interessierte hatten sich auf dem Wendehammer der Rigaer Straße eingefunden, darunter viele Warendorfer, die sich bisher noch nicht mit der Problematik vertraut gemacht hatten.

Beim Gasthof Allendorf wartete Paul Afhüppe auf die Radfahrgruppe. Als Ortslandwirt und Mitarbeiter der anderen B 64n-kritischen Warendorfer Bürgerinitiative BVW führte er entlang der westlichen Trasse von Neuwarendorf bis zur Freckenhorster Straße (L 547). „Bedrückend“ erklärte er zum Beispiel „die Vorstellung, dass von der Waterstroate bis zur L 547 zwei Straßen (B 64n und L 547n) über 600 Meter mit insgesamt fünf Fahrstreifen Straße parallel geführt werden sollen“ – ohne, dass für die Siedlungen Hanseviertel, Lentruper und Flintruper Ring kein Lärmschutz vorgesehen sei. Als Landwirt beklagte Afhüppe zusätzlich den Flächenverbrauch für den Straßenneubau nebst Wegesystem.

IWS-Sprecher Wilhelm Thumel informierte die Gruppe entlang der östlich gelegenen Wohnviertel Am Hohen Kamp, „Vogelviertel“ und Östliche Heustraße, hinter denen die B 64n unmittelbar entlanggeführt werden soll. Breite Straße und Schafstraße werden zu Sackgassen.

IWS-Vorstandsmitglied Isabel Heseker, selbst Vohrenerin, deren Familie im Ernstfall Haus und Hof verlieren würde, war Führerin für die östliche Wegstrecke. In Vohren wird die B 64n mit bis zu acht Metern Höhe in „Dammlage“ durch Wald und Feld geführt. Heseker: „Es ist nicht nachvollziehbar, wie viel Natur und Landschaft für die Straße kaputt gemacht werden soll. Und für die Bewohner der Bauerschaft ist ohnehin kein Lärmschutz vorgesehen.“

Zum Abschluss kehrte man noch zu zehnt im Bauerncafé Austermann ein. Dort wurden noch einmal Eindrücke ausgetauscht. Man zeigte sich entsetzt und schockiert ob der Dimension des Bauvorhabens. Obwohl die Bürgerinitiativen bereits seit vielen Jahren aktiv seien, so meinte Josef Mersmann, „ist die Bevölkerung noch viel zu wenig informiert. Und die örtliche Politik übt sich darin, die Problematik der Straßenplanung zu ignorieren“.

Im IWS-Flyer wird unter anderem auf den Beelener Ratsbeschluss vom 11. Mai Bezug genommen und dann, rot markiert, die Frage gestellt: „Wollen wir Warendorfer untätig bleiben?“ Diese Frage beantworteten einige der Mitfahrenden auf ihre Weise,indem sie ihren Beitritt zur Bürgerinitiative IWS erklärten.  

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