So., 13.08.2017

Symphonie der Hengste Standing Ovations für Pferde und Musik

Die Symphonie der Hengste war in diesem Jahr ein voller Erfolg. Insgesamt fast 5000 Besucher bewunderten das Zusammenspiel von Musik, Licht und Ross und Reiter. Für frischen Wind sorgte das Symhonic Pop Orchestra aus Berlin, das sehr modern daher kam.

Die Symphonie der Hengste war in diesem Jahr ein voller Erfolg. Insgesamt fast 5000 Besucher bewunderten das Zusammenspiel von Musik, Licht und Ross und Reiter. Für frischen Wind sorgte das Symhonic Pop Orchestra aus Berlin, das sehr modern daher kam. Foto: Jonas Wiening

Warendorf - 

Es war die 15. Symphonie der Hengste. Doch dieses Mal war sie anders. Das Event der Pferde kam moderner und frischer daher als noch in den Jahren zuvor.

Von Jonas Wiening

Zum Auftakt der Großveranstaltung am Freitagabend regnete es ununterbrochen. Eine Wassersymphonie für Ross und Reiter. Das ließ auch der hohe Besuch nicht unkommentiert. NRW-Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking, in deren Ressort das Landgestüt fällt, hatte die passende Idee: „Lassen Sie uns den Regen einfach wegklatschen.“ Geklappt hat das aber nicht. Und auch am Samstag war trockenes Wetter eher selten.

Neues Programm

Neu war in diesem Jahr das Programm. Jahrelang herrschte bei der Symphonie der Hengste die Klassik vor. Beethoven, Bach und Mozart bestimmten die Abende. Dieses Mal war das aber anders. Das Landgestüt und der neue Veranstalter, Vedder Premiumevent, konnten mit dem Symphonic Pop Orchestra ein Orchester gewinnen, das sich der modernen Pop-Musik hingab.

Schon zu Beginn des Programms fühlten sich die über 2000 Besucher am Freitag und über 2500 Zuschauer am Samstag wie im Film. Das 60-köpfige Orchester blies die berühmte 20th-Century-Fox-Fanfare. Zur Titelmelodie der Olympischen Winterspiele von 1988 traten dann auch die ersten Hengste ins Rampenlicht. Die Zweispänner beeindruckten mit ihrer ganzen Eleganz. Ebenso präsentierte das Pferde-Quartett, das zu „The Magnificent Seven“ (Die Glorreichen Sieben) einlief, seinen ganzen Anmut.

Fotostrecke: Die Symphonie der Hengste 2017 im Warendorfer Landgestüt

Die Warendorfer Spezialisten zeigten ihre volle Bandbreite: Mit der Levade, Sprüngen wie der Kapriole oder der Courbette sowie dem Spanischen Schritt sahen die pferdebegeisterten Zuschauer einige der besten Elemente aus der ehemaligen Gefechtsreiterei.

Imposant waren insbesondere die Kaltblüter. Die Kaltblutquadrille präsentierte zu „All Night Long“ von Lionel Richie ihre besten Schaubilder. Bei der Kaltblutkoppel wurden vier Hengste zusammengeführt. Zwei Mitarbeiter des Landgestüts umrahmten die tonnenschweren Tiere und sorgten für ein großartiges Bild, das von der Musik zu „Protectors of the Earth“ untermalt wurde.

Besonders flott unterwegs waren auch die Aktionstraber und das gefahrene Quartett.

David Garrett und Ed Sheeran

Immer wieder gab es kleinere Pausen für die Pferde. Die Musik des Symphonic Pop Orchestra aus Berlin überbrückte diese Zeit aber gekonnt. Solo-Violistin Célia Shann machte David Garrett Konkurrenz, Sänger Christoph Stadtler probierte sich an Ed Sheerans „Shape of You“.

Richtig cool daher kamen die Darbietungen von „Relight my Fire“ und „One Night in Bangkok“. Marion Pagels, die als Moderatorin durch den Abend führte, sang Elton Johns „Shadowland“ aus dem Musical „Der König der Löwen.“

Je später der Abend, umso besser wurde auch die Stimmung beim Publikum. Mit der einsetzenden Dunkelheit kam die Lichttechnik besonders gut rüber. Max Brokbals, der für die technische Gesamtkoordination zuständig war, wusste genau, wie er mit Farben und Scheinwerfern die einsetzende Nacht nutzen konnte.

Das Highlight des Abends: Die perfekte Kombination aus Hengsten, Musik und Licht gab es bei der Springquadrille. Reiter und Pferde sprangen temporeich über eine Art Feuerparcours und ritten an Flammschalen vorbei. Spektakulär untermalt von der Musik „Hedwig‘s Theme“ aus dem Film „Harry Potter und der Stein der Weisen.“ Das Publikum belohnte die Leistung von Ross, Reiter und Orchesmit tosendem Applaus.

Moderatorin Marion Pagels selbst war so begeistert, dass ihr selbst fast Tränen der Rührung kamen, wie sie selbst sagte.

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Filmmusik begeistert Publikum

Kurz vor Ende des Programms dann das zweite Highlight des Abends: Die Große Quadrille präsentierte ein Figurenreichtum mit großen Tempounterschieden. Passend dazu zwei der wohl bekanntesten Filmmusiken unserer Zeit: John Williams „Flight to Neverland“ aus dem Film „Hook“ und „He´s a Pirate“, die Titelmelodie zu „Fluch der Karibik“.

Zum großen Finale drehten alle Hengste und Gespanne noch eine Ehrenrunde. Das Orchester beendete den Abend stilvoll mit John Miles „Music was my First Love“ und „Thank You For the Music“ von Abba.

Das Publikum hielt es nicht mehr auf den Sitzen. Es gab minutenlange Standing Ovations.

Dirigent Frank Hollmann, der kommissarische Leiter des Landgestüts Hans Leser, sowie die vielen Reiter und Pferde (Ehrenstolz, Dolby Surround, Sacré Coeur, Herbert, Adoro, Daily Motion, Armstrong, Depeche Mode, Perfection und viele mehr) bekamen ein Lob nach dem anderen.

Die Idee, der Symphonie der Hengste mit moderner Musik und einem neuen Orchester frischen Wind einzuhauchen, ist voll aufgegangen. Keine Frage für Bürgermeister Axel Linke: „Die Symphonie der Hengste ist eins der Highlights im Warendorfer Veranstaltungskalender.“

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