Do., 07.12.2017

Josephs-Hospital im Verbund Im Vergleich mit bundesweit 55 Kliniken

Freuen sich auf den Start im Netzwerk: Peter Goerdeler, Udo Beck, Doris Kaiser und Rainer Budde.

Freuen sich auf den Start im Netzwerk: Peter Goerdeler, Udo Beck, Doris Kaiser und Rainer Budde. Foto: Jörg Pastoor

Warendorf - 

Die Mitgliedschaft bei „Clinotel“ kostet nicht nur einen fünfstelligen Jahresbeitrag. Die Prüfung zur Aufnahme in das bundesweite Kliniknetzwerk sei schon hart gewesen, so Vorstandsvorsitzender Peter Goerdeler. Aber die Mitgliedschaft werde sich schnell lohnen.

Von Jörg Pastoor

Um gut bleiben oder besser werden zu können, muss man sich vergleichen. Ab Januar kann das Josephs-Hospital das: Der Beitritt zum bundesweit arbeitenden Klinikverbund „Clinotel“ soll Zahlen und Daten bringen, die Verbindliches über die Qualität der Arbeit aussagen können. Damit wollen Geschäftsführung und Kuratorium das Haus dauerhaft leistungsstark halten. Und zwar ohne an Selbstständigkeit einzubüßen.

Harte Prüfung für Aufnahme in den Verbund

Das war Rainer Budde beim Pressegespräch am Donnerstag besonders wichtig, als er auf den Stifterauftrag hinwies. „Wir sind diesem Verbund beigetreten, damit er uns wichtige Vergleichszahlen liefert.“ Wie hoch sind die Standards mit Blick auf medizinische Versorgung, betriebswirtschaftliche Seite und Patientenzufriedenheit? Ohnehin erhobene Daten werden bei „Clinotel“ mit denen der anderen 55 Krankenhäuser verglichen, es gibt Reporte über Projekte bei „den anderen“. Das kostet zwar jährlich einen fünfstelligen Mitgliedsbeitrag zur Deckung der Kosten im gemeinnützigen Verbund. Es bringt laut Vorstandsvorsitzendem Peter Goerdeler aber auch Datenüberblick, der einem einzeln agierenden Hospital fehlt. „Wir werden schnell merken, wo wir besser werden können oder es schon sind“, so Goerdeler. Wobei Rainer Budde mit einem Augenzwinkern ein Hinweis wichtig war: „Es gibt sicher auch vieles, was andere von uns lernen können.“

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Es gibt sicher auch vieles, was andere von uns lernen können.

Kuratoriumsvorsitzender Rainer Budde

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„Clinotel“-Geschäftsführer Udo Beck, 1999 einer der Gründer, wies auf die Vorteile für alle organisierten Häuser hin. „Wir messen die Qualität in verschiedenen Bereichen über Kennzahlen, die auch an die Krankenkassen gehen.“ So lasse sich neben vielem anderen beispielsweise die Sterblichkeitsrate bei bestimmten Krankheitsbildern ermitteln.  „Wenn wir damit herausfinden können, was man tun kann, um die Sterblichkeit zu senken, profitieren davon alle.“ Das gelte auch für alle anderen Bereiche im Krankenhaus. Für den Patienten bringe die jederzeitige Transparenz Vorteile.

Messbare Qualität und Transparenz für Patienten

Durch die vielen Krankenhäuser in unterschiedlichen Trägerschaften und Ausrichtungen – alle weiterhin autark – würden 1,1 Millionen Menschen versorgt – das sei jeder 20. Patient in Deutschland.

Für Doris Kaiser, die stellvertretende Kuratoriumsvorsitzende, bedeutet der Anschluss durchaus eine Art Selbstverpflichtung. „Man muss die Ziele auch erreichen wollen.“ Die ersten Richtwerte wird es nach einjähriger Auswertung wohl Anfang 2019 geben – in dem Jahr, in dem der gerade begonnene Neubau in Betrieb geht.

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