Jahreshauptversammlung Freiwillige Feuerwehr
Feuerwehr: „Fundament der Stadt“

Warendorf -

Ohne Ehrenamtliche gäbe es keine Freiwillige Feuerwehr. Voraussetzung für deren erfolgreiche Arbeit, so der im Amt bestätigte Wehrchef Christof Amsbeck, seien aber qualitative Ausbildung, solide Nachwuchsarbeit und Investitionen in die Feuerwehr.

Sonntag, 18.03.2018, 13:03 Uhr

Die Kameraden der Löschzüge Warendorf 1+2, Freckenhorst, Hoetmar, Milte, Einen, Müssingen und Vohren waren am Freitagabend zu ihrer Jahreshauptversammlung im Gerätehaus am Holzbach zusammengekommen
Die Kameraden der Löschzüge Warendorf 1+2, Freckenhorst, Hoetmar, Milte, Einen, Müssingen und Vohren waren am Freitagabend zu ihrer Jahreshauptversammlung im Gerätehaus am Holzbach zusammengekommen Foto: Stephan Ohlmeier

Christof Amsbeck steht für weitere sechs Jahre an der Spitze der Freiwilligen Feuerwehr im Stadtverband Warendorf. Vor ihrer Jahreshauptversammlung im Gerätehaus am Holzbach sprachen ihm die Kameraden am Freitagabend im Rahmen einer nicht-öffentlichen Anhörung ein überwältigendes Vertrauensvotum aus. Die nun noch fehlende offizielle Bestellung von Amsbeck durch den Rat der Stadt Warendorf gilt als sicher. „Feuerwehr ist Teamarbeit und ich denke, dass wir in den letzten Jahren gemeinsam viel erreicht haben“, sagte Amsbeck. Bis zum Jahr 2024 wolle er nochmals voll angreifen und sich dann aus der Führungsspitze zurückziehen.

Feuerwehr ist Teamarbeit.

Christof Amsbeck

Zu Beginn der eigentlichen Jahreshauptversammlung dankte Christof Amsbeck allen Kameraden für ihren geleisteten Einsatz. Als Helden des Alltages würden die Kameraden Menschen in Not zur Hilfe eilen und sich ehrenamtlich für die Gesellschaft einsetzen. „95 Prozent der Bevölkerung vertrauen der Feuerwehr und schätzen ihre Arbeit“, zitierte der Wehrleiter eine Umfrage: „Auch bei uns in Warendorf können sich die Bürger auf die Feuerwehr verlassen.“ Voraussetzung hierfür seien aber eine qualitative Ausbildung, eine solide Nachwuchsarbeit und Investitionen in die Feuerwehr. In diesem Zusammenhang nannte Amsbeck den Umbau des Gerätehauses in Freckenhorst und den Neubau einer Rettungswache am Holzbach.

Christof Amsbeck.

Christof Amsbeck.

Lob und Anerkennung für die Kameraden der sieben Löschzüge gab es auch von Bürgermeister Axel Linke: „Die Freiwillige Feuerwehr ist nicht nur ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Sicherheitskonzeptes und ein Fundament des Ehrenamtes. Sie ist noch mehr: Ein Fundament unserer Stadt.“ Die heimische Wehr habe die Qualität einer Berufsfeuerwehr und suche ihresgleichen.

Auch bei uns in Warendorf können sich die Bürger auf die Feuerwehr verlassen.

Christof Amsbeck

Worten, denen sich Heinz-Jürgen Gottmann nur anschließen konnte. Der Kreisbrandmeister hob zum einen die tolle Kinder- und Jugendarbeit der Löschzüge hervor. Zum anderen kritisierte er eine innerhalb der Gesellschaft wachsende Gewalt gegen Einsatzkräfte: „Wer sich ehrenamtlich engagiert, hat es nicht nötig, sich im Einsatz beschimpfen oder bespucken zu lassen.“ Solche Vorfälle müssten mit aller Härte angezeigt und juristisch verfolgt werden. Lauter Applaus im Gerätehaus.

Kreisbrandmeister kritisiert Übergriffe auf Helfer

In 2017 rückten die im Stadtgebiet zurzeit 316 aktiven Blauröcke übrigens zu 402 Einsätzen aus und leisteten 7166 Einsatzstunden. Beispielhaft erinnerte Christof Amsbeck an eine Kollision eines Sattelschleppers mit der Eurobahn in Warendorf, einen Strohbrandlager in Hoetmar oder einen Wohnhausbrand in Milte. Auf ein Rekordjahr für die Brandschutzerziehung und -aufklärung blickte Julia Ehl zurück: „Insgesamt haben wir 5300 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet sowie 584 Kinder und 202 Erwachsene erreicht.“ Erstmals hätten Mitglieder der Ehrenabteilung auch fünf Infoabende in Warendorfer Seniorenheimen organisiert. Zudem stellte Lorenz Wiedeler die Arbeit der Jugendfeuerwehr vor. 18 Jungen und zwei Mädchen würden sich regelmäßig zu ihren Gruppenabenden treffen, dabei die Arbeit der Feuerwehr kennenlernen und viel Spaß

Kreisbandmeister Heinz-Jürgen

Kreisbandmeister Heinz-Jürgen

haben.

Insgesamt haben wir 5300 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet.

Julia Ehl

Zum Ende der Jahreshauptversammlung galt es noch einen Ehrungs- und Beförderungsmarathon zu absolvieren. Für 75-jährige Treue wurde – in Abwesenheit – Theo Zwoll geehrt. Während Georg Altefrohne, Helmut Merkentrup, Robert Schütte, Hubert Tünte, Albert Zellerröhr seit 60 Jahren der Wehr angehören, blickten Hans-Heinrich Lau, Johann Hinkerode, Hans Josef Mertens, Hermann Josef Auf der Landwehr und Bernhard Reckermann auf 50 Dienstjahre zurück. Sie alle wurden für ihre Treue mit einem goldenen Abzeichen geehrt. Weitere Ehrungen gab es für Mitgliedschaften zwischen zehn und 40 Jahre.

Ehrungen, Beförderungen und Überstellungen in Ehrenabteilung

Aus dem aktiven Dienst in die Ehrenabteilung verabschiedet wurden Udo Heitmann, Ludger Lauhoff, Bernhard Besselmann, Hans Josef Mertens, Josef zur Wickern und Heinz Leve. Zeitgleich konnten aber auch 28 neue Kameraden, davon zwölf aktive Kameraden, zehn Jugend- und sechs Kinderfeuerwehrleute neu begrüßt werden. Darüber hinaus durften sich zahlreiche Kameraden über Beförderungsurkunden freuen – herausragend hier die Ernennungen von Norbert Wesseler, Christoph Evermann und Christian Schmidt zum Brandoberinspektor sowie Christian Erpenbeck, Manuel Sommer und Ulrich Rotthaus zum Brandinspektor.

Daniel Stählker neuer Jugendfeuerwehrwart

Bereits in den vergangenen Monaten wurden bei den Versammlungen aller sieben Löschzüge im Stadtverband wichtige Personalentscheidung getroffen. Am Freitagabend wurden diese nun bestätigt. Beispielsweise ist Daniel Stählker neuer Jugendfeuerwehrwart, Willi Kottenstedde steht weiterhin an der Spitze des Löschzuges Hoetmar und Chirstoph Evermann führt künftig den Löschzug Milte. Die Versammlung klang bei einem Bilderrückblick und guten Gesprächen aus.

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