Bundesverdienstkreuz am Bande für Dieter Günnewig
Eine jahrzehntelange Leidenschaft

Warendorf -

Mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik zeichnete Landrat Dr. Olaf Gericke am Dienstag Dieter Günnewig im Kreishaus aus. Günnewig nahm die Auszeichnung im Kreise seiner Familie und Freunde entgegen. Zu den ersten Gratulanten gehörten Bürgermeister Axel Linke und Pfarrer Peter Lenfers. Erhalten hat Dieter Günnewig die Auszeichnung „für sein jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement im berufsständigen Bereich sowie der Brauchtumspflege“ so die offizielle Begründung des Bundespräsidenten. Was sich dahinter verbirgt, ist eine tatsächlich jahrzehntealte Leidenschaft.

Dienstag, 17.04.2018, 17:04 Uhr

Mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik wurde am Dienstag der Warendorfer Dieter Günnewig ausgezeichnet. Landrat Dr. Olaf Gericke nahm die Auszeichnung vor, Blumen gab es für Günnewigs Ehefrau Renate. Zu den ersten Gratulanten gehörte auch Warendorfs Bürgermeister Axel Linke (rechts), der Günnewig für seine Wanderungen einen Hightech-Wanderstab schenkte.
Mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik wurde am Dienstag der Warendorfer Dieter Günnewig ausgezeichnet. Landrat Dr. Olaf Gericke nahm die Auszeichnung vor, Blumen gab es für Günnewigs Ehefrau Renate. Zu den ersten Gratulanten gehörte auch Warendorfs Bürgermeister Axel Linke (rechts), der Günnewig für seine Wanderungen einen Hightech-Wanderstab schenkte. Foto: Joachim Edler

Als Dieter Günnewig die Nachricht erhielt, konnte er es nicht glauben: „Ich war sprachlos und das kommt bei mir eher selten vor“, erzählt er schmunzelnd. Was ihn so aus der Fassung gebracht hat? Das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik, das ihm Landrat Dr. Olaf Gericke am Dienstag im Kreishaus feierlich ansteckte. Günnewig nahm die Auszeichnung im Kreise seiner Familie und Freunde entgegen. Zu den ersten Gratulanten gehörten Bürgermeister Axel Linke, Frank Tischner (Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft) und Pfarrer Peter Lenfers.

Erhalten hat Dieter Günnewig die Auszeichnung „für sein jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement im berufsständigen Bereich sowie der Brauchtumspflege“ so die offizielle Begründung des Bundespräsidenten. Was sich dahinter verbirgt, ist eine tatsächlich jahrzehntealte Leidenschaft.

Die Verbundenheit mit dem Handwerk wurde Dieter Günnewig in die Wiege gelegt, denn sein Großvater war selbstständiger Bäckermeister und sein Vater besaß ein Friseurgeschäft in Essen. 43 Jahre führte der Jubilar mit seiner Frau Renate den Friseur- und Kosmetiksalon am Münsterwall – gegründet als 23-jähriger frisch gebackener Meister. Tradition und Moderne sind Kern der Geschäftsphilosophie. Heute führen Sohn Christian Günnewig und Tochter Julia Altefrohne das Handwerk fort.

Als Dieter Günnewig am 22. November 1965 seine Meisterprüfung ablegte, hätte er sich sicherlich nicht träumen lassen, dass er einmal der erste Handwerksmeister sein wird, der sowohl den Kreis Warendorf als auch den Kreis Steinfurt repräsentiert. Bis zu seinem Rückzug aus dem aktiven Geschäftsleben im Jahr 2012 bildete Günnewig 66 Azubis im Friseurhandwerk aus, darunter viele Innungsbeste.

Die Liste der ehrenamtlichen Tätigkeiten ist lang: 1973 in den Innungsvorstand gewählt, Meisterbeisitzer im Gesellenprüfungsausschuss, Lehrlingsstreitausschuss und Ausbildungsausschuss – 31 Jahre im Vorstand der Friseur-Innung, davon 20 Jahre als Obermeister. Im Alter von 70 Jahren, im Jahre 2012, zog sich der Friseurmeister aus den Gremien zurück.

Dieter Günnewigs ehrenamtliches Engagement beschränkt sich aber nicht allein auf den Beruf. Ein besonderes Anliegen ist ihm die Brauchtumspflege: Im Karneval stand er elf Jahre lang als Büttenredner auf der Bühne und trug so aktiv zur Karnevalstradition in Warendorf bei. Ihm wurde die höchste Auszeichnung der WaKaGe zu teil: „Narrenritter vom Blauen Band zu Warenstadt“. Seit 1968 ist Günnewig Mitglied des Bürgerschützenvereins und dort seit 1984 im Offizierskorps. Auch der Förderverein der Freckenhorster Werkstätten, dessen stellvertretender Vorsitzender er war, konnte vom ehrenamtlichen Einsatz profitieren. Statt der vielen „Pöstchen“ hat ihn heute das Wandern gepackt, seine Erfahrungen auf dem Jakobsweg teilt er gern.

Alle diese ehrenamtlichen Tätigkeiten wären dem heutigen Ehrenkreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf, Ehren-Obermeister der Friseur-Innung-Warendorf und Träger der Goldenen Ehrennadel des Friseur-Handwerks nicht möglich gewesen, wenn Ehefrau Renate ihm nicht den Rücken frei gehalten hätte. Für sie gab es gestern Blumen.

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