Baugebiet Kardinal-von-Galen-Straße
Straßen nicht mehr namenlos

Warendorf -

Im neuen Baugebiet „Kardinal-von-Galen-Straße, in unmittelbarer Nachbarschaft zum „Hanseviertel“ werden die Straßen nach den beiden Hansestädten Wismar und Rostock benannt: Wismarer Straße und Rostocker Straße. Damit folgte der Schul- und Kulturausschuss einem Namensvorschlag der CDU-Ratsfraktion.

Mittwoch, 13.06.2018, 14:22 Uhr

Die beiden Straßen im künftigen Baugebiet „Nördlich Kardinal-on Galen-Straße“ haben seit Dienstagabend einen Namen. In unmittelbarer Nachbarschaft zum „Hanseviertel“ werden die Straßen nach den beiden Hansestädten Wismar und Rostock benannt: Wismarer Straße und Rostocker Straße.
Die beiden Straßen im künftigen Baugebiet „Nördlich Kardinal-von Galen-Straße“ haben seit Dienstagabend einen Namen. In unmittelbarer Nachbarschaft zum „Hanseviertel“ werden die Straßen nach den beiden Hansestädten Wismar und Rostock benannt: Wismarer Straße und Rostocker Straße. Foto: Edler

Die beiden Straßen im künftigen Baugebiet „Nördlich Kardinal-von Galen-Straße“ haben seit Dienstagabend einen Namen. In unmittelbarer Nachbarschaft zum „Hanseviertel“ werden die Straßen nach den beiden Hansestädten Wismar und Rostock benannt: Wismarer Straße und Rostocker Straße. Damit folgte der Schul- und Kulturausschuss einem Namensvorschlag der CDU-Ratsfraktion. Im Zuge der Namensfindung hatte die Verwaltung auch den Heimatverein angeschrieben und um Vorschläge gebeten. Eine Antwort gab es nicht.

Die Verwaltung, genauer gesagt das Kulturamt, hatte sich die Mühe gemacht, die Straßennamen im benachbarten Hanseviertel einmal genauer zu hinterfragen. Hier das Ergebnis: Das in unmittelbarer Nachbarschaft befindliche Hanseviertel ist mit Hamburg, Bremen, Lübeck und Kiel nach norddeutschen Hansestädten vor der Wiedervereinigung Deutschlands, und mit Bergen und London nach zwei internationalen Hansestädten benannt. Für alle diese Hansestädte gilt gleichermaßen, dass in diesen Städten seit dem 13. Jahrhundert Kaufleute aus Warendorf – sie nannten sich im Mittelalter nach ihre Herkunft mit dem Vornamen und der Herkunftsbezeichnung „de Warendorp“ – handelten, wohnten oder wichtige politische Ämter bekleideten.

Einer von ihnen war Giselbert de Warendorp, der 1140 in Warendorf geboren wurde und 1188 in Lübeck starb. Er wie auch seine Nachfahren erhielten in der Hansestadt Lübeck großen Einfluss, waren nicht selten Bürgermeister und liegen zumeist in der Warendorper-Kapelle im Dom zu Lübeck begraben.

Der wohl berühmteste Nachfahre, Brun(o) de Warendorp, war seit 1366 Ratsherr in Lübeck, seit 1367 Bürgermeister und als solcher Befehlshaber der Lübecker Truppen der Kölner Konföderation gegen König Waldemar IV von Dänemark. Er starb 1369 nach der für Lübeck erfolgreichen Belagerung von Helsingborg und zeichnete so verantwortlich für die Grundlage zum Friedensschluss von Stralsund im Jahre 1370. Brun(o) de Warendorp fand sein Ehrengrab neben dem Bürgermeisterstuhl im Chor der Marienkirche. Im Zuge des Wiederaufbaus der Marienkirche nach dem Luftangriff von 1942 wurde sein Grab in die Briefkapelle verlegt. Sein Vater wie auch er waren Eigentümer und Bewohner des späteren Buddenbrookhauses, an dem noch heute eine Inschrift an die „de Warendorps“ erinnert. Warendorf richtet am 18. und 19. Mai 2019 den Westfälischen Hansetag aus. Warendorf war vor 20 Jahren schon einmal Austragungsort für den Westfälischen Hansetag. Telgte war 2003 dran, zwei Jahre später Ahlen. Und Beckum hat die Zusage für 2024 bekommen.

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