Tonnen-Friedhof
Fr., 27.01.2012
Ab in die Tonne: 22 000 Müllgefäße werden geschreddert
Das gewonnene Granulat wird in riesengroße Sackgebinde gefüllt und später abgefahren. Aus diesem Granulat werden dann wieder neue Mülltonnen gemacht.
Warendorf -
Nach und nach landet eine Tonne nach der anderen im Schredderwagen. Das so gewonnene Granulat wird in riesengroße Sackgebinde gefüllt und später abgefahren. Aus diesem Granulat werden dann wieder neue Mülltonnen gemacht. Soweit so gut. Doch bei den 22 000 Müllgefäßen, die im Schredderwagen landen, handelt es sich um jene Tonnen, die erst vor kurzem bei den Warendorfer Haushalten abgeholt wurden, weil es einen Entsorgerwechsel bei der Müllabfuhr gab.
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Wer gestern am ehemaligen Amsbeck-Gelände (heute Teutemacher) an der Brunnenstraße vorbeikam, der verstand im ersten Moment die Welt nicht mehr: 22 000 Mülltonnen werden dort geschreddert. Halbe Tonnengefäße liegen auf einem Fließband, Deckel und Kippscharniere sind vorher entfernt worden. Nach und nach landet eine Tonne nach der anderen im Schredderwagen. Das so gewonnene Granulat wird in riesengroße Sackgebinde gefüllt und später abgefahren. Aus diesem Granulat werden dann wieder neue Mülltonnen gemacht. Soweit so gut.
Doch bei den 22 000 Müllgefäßen, die im Schredderwagen landen, handelt es sich um jene Tonnen, die erst vor kurzem bei den Warendorfer Haushalten abgeholt wurden, weil es einen Entsorgerwechsel bei der Müllabfuhr gab.
Über Sinn und Unsinn dieser Aktion lässt sich jetzt wahrlich streiten. Nachhaltigkeit geht anders.
Fakt ist, dass sich alter und neuer Entsorger über Kauf oder Miete der vorhandenen Mülltonnen nicht einigen konnten. Die Folge: Die alten Tonnen wurden abgeholt und neue aufgestellt. Dieses Prozedere ist hinlänglich bekannt und abgeschlossen. Statt der Firma Viola holt jetzt die Firma Ahlert den Müll der Warendorfer ab. Der Tonnentausch zum Jahreswechsel klappte nahezu reibungslos.
Jetzt werden die alten Tonnen zu „Kleinholz“ verarbeitet. Nach WN-Informationen hat das folgenden Hintergrund: Für den alten Entsorger, in dem diesem Fall die Firma Viola, sind die alten Tonen totes Kapital. Denn in den Kommunen, wo das Unternehmen den Müll entsorgt, gibt es Tonnen. Und sich 22000 Tonnen auf Halde zu legen, rentiert sich nicht und wäre mit hohen Lagerungskosten verbunden. Also weg damit in den Schredder. Und davon profitiert das Entsorgungsunternehmen auch noch. Denn das Granulat kann wieder verkauft werden, um eben zum Beispiel neue Mülltonnen herzustellen. Im Regelfall sieht das so aus, dass die Kosten für die Schredderaktion mit dem gewonnen Granulat verrechnet wird. Hier schließt sich der Kreislauf wieder.
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