Kunstmuseum Ahlen
Stühle Teil der Alltagskultur

Ahlen -

Design-Klassiker von Breuer oder van der Rohe neben einem Thron aus Kamerun zeigt die Ausstellung „I am a chair“ im Kunstmuseum. Eröffnet wird sie am 18. Februar.

Samstag, 03.02.2018, 16:02 Uhr

Zahlreiche Designklassiker wie das „Modell 39“ von Alvar Aalto aus dem Jahr 1936 werden in der Ausstellung „I am a chair“ zu sehen sein. Foto: Kunstmuseum Ahlen
Zahlreiche Designklassiker wie das „Modell 39“ von Alvar Aalto aus dem Jahr 1936 werden in der Ausstellung „I am a chair“ zu sehen sein. Foto: Kunstmuseum Ahlen

Außergewöhnlich ist die Vielfalt und die Besonderheit vieler Einzelstücke in der rund 2000 Stühle umfassenden Sammlung von Werner Löffler aus Reichenschwand bei Nürnberg. Besonders ist auch das Konzept der Ausstellung „I am a chair“, die erstmals mit ca. 80 ausgewählten Stücken auf Reisen geht und im Kunstmuseum Ahlen vom 18. Fe­bruar bis zum 1. Mai ihre Premiere feiert.

Die Präsentation würdigt nicht nur bedeutende Sitzikonen von Alvar Aalto, Mar­cel Breuer , Richard Riemerschmid, Mies van der Rohe , Frank Lloyd Wright und vielen anderen, sie eröffnet gleichzeitig neue Perspektiven. Der Dialog zwischen den Objekten, der durch spannende Dokumente und Illustrationen ergänzt wird, wirft Schlaglichter auf kulturelle Hintergründe und unterschiedliche Sitzrituale auch außerhalb Europas. Die Themen umfassen neben dem Sitzen auch das Thronen, Arbeiten oder Liegen. Die Materialien der aus über 150 Jahren Stuhlgeschichte stammenden Sitzmöbel reichen von Holz über Kunststoff, Papier bis hin zu Glas und Stein. Die Ausstellung bezieht den Besucher mit interessanten Präsentationsformen in die Welt und die Gedanken rund um die Exponate mit ein. „I am a chair“ betrachtet den Stuhl als Designobjekt und als Ge­genstand der Alltagskultur, der uns täglich so nah ist wie kaum ein anderer.

Was macht einen guten Stuhl aus? Die Ausstellung hilft dabei, Antworten zu finden, denn sie lädt dazu ein, künstlerische Konzepte miteinander zu vergleichen: z. B. im Hinblick auf das, was man unter einem Thron versteht. So korrespondiert etwa Marco Zaninis intensivgrüner Kunststoffthron „Roma du roi“ (1980er Jahre) mit einem mit Muscheln bestickten Königin-Mutter Reisesessel (vor 1931) des Njoya-Stammes aus dem westafrikanischen Kamerun. Damit wirft die Ausstellung ein Schlaglicht auf den speziellen kulturellen Hintergrund und Traditionen von Sitzritualen.

In die Ausstellung eingebunden ist eine aktuelle Arbeit der Sendenhorster Künstlerin Silke Rehberg, ein Keramkfries aus dem Jahr 2017 mit dem Titel „Schläfer“. Zur Eröffnung am Samstag, 17. Februar, um 16 Uhr sprechen Museumsleiter Burkhard Leismann und der Kurator der Ausstellung, Dr. Thomas Schriefers.

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