Polizei sucht Zeugen
Unterlassene Hilfeleistung nach B 67-Unfall?

Heiden -

(Aktualisiert am 14.3.) Kurz vor der Anschlussstelle zur Autobahn A 31 bei Heiden im Kreis Borken ist in der Nacht zu Dienstag ein Lkw in die Mittelbebauung gekracht und hat sich verkantet. Der Fahrer ist dabei schwer verletzt worden. Einen Tag danach sucht die Polizei zwei Autofahrer, die vorbeigefahren sein sollen, ohne zu helfen.  

Mittwoch, 14.03.2018, 14:03 Uhr

Polizei sucht Zeugen: Unterlassene Hilfeleistung nach B 67-Unfall?
Der LKW hat sich nach dem Unfall auf der B 67 mit der Mittelleitplanke verkantet. Foto: Polizei

Nachdem am gestrigen Dienstag (13.3.) ein Lkw auf der B 67 in Höhe Heiden in die Mittelbebauung fuhr, der 50-Jährige Fahrer schwer verletzt wurde und die Straße bis mittags komplett gesperrt werden musste, ermittelt die Polizei nun wegen des Verdachts auf unterlassene Hilfeleistung.

Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand passierten der Polizei zufolge ein Kleintransporter und ein weißer Sattelzug mit Silo-Auflieger die Unfallstelle ohne anzuhalten und zu helfen. Zeugen, die Hinweise zu den Fahrern geben können, werden gebeten, sich an das Verkehrskommissariat in Borken (02861-9000) zu wenden.

Uneinsichtig

Ein besonderes Erlebnis hatte ein Polizeibeamter, der an der Anschlussstelle Heiden/Velen den Verkehr wegen der Sperrung ableitete. Die Ableitung war mittels mehrerer Leitkegeln, Blitzleuchten und eines Warndreiecks eingerichtet, hjeißt es in der Pressemitteilung. Außerdem stand ein Streifenwagen mit eingeschalteten Warnblink- und Blaulicht schräg auf der Fahrspur.

Trotz der eindeutigen Situation hielt ein Lkw-Fahrer aus Heiden auf der Hauptfahrspur an. Der Polizeibeamte gab ihm daraufhin deutliche Armzeichen und somit die Weisung, über die Ausfahrt von der B 67 herunter zu fahren.

Warndreieck umgetreten

Der Lkw-Fahrer dachte gar nicht daran. Stattdessen stieg er aus, ging schreiend auf den Beamten zu und beschwerte sich über die Absperrung. Mittlerweile hatte sich bereits eine Fahrzeugschlange hinter dem Lkw gebildet.

Die Beamten forderten den Fahrer auf, wieder einzusteigen und weiterzufahren. Weiterhin lautstark schimpfend ging er schließlich zurück und trat im Vorbeigehen gegen das aufgestellte Warndreieck. Gegen den Lkw-Fahrer, der auch seinen Führerschein nur unwillig aushändigte, wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet.

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