TV-Schrottplatzbrüder streiten sich vor Gericht
In Sachen Ludolf gegen Ludolf

Metelen -

Manfred, Peter und Uwe, die drei Brüder, die als „Die Ludolfs“ mit ihrem Autofriedhof in Dernbach TV-Karriere machten, sahen sich am Dienstag vor der 4. Zivilkammer am Landgericht Münster wieder. Es geht um erhebliche Geldforderungen, welche die Drei gegenseitig erheben. Ein Angebot des Richters zur Güte lehnten die Streithähne ab.

Dienstag, 17.04.2018, 17:04 Uhr

Sie schlugen das Angebot des Richters zur begleiteten Streitschlichtung aus: (v.l.) Uwe, Manfred und Peter Ludolf während einer Unterbrechung der Verhandlung im Foyer des Landgericht.
Sie schlugen das Angebot des Richters zur begleiteten Streitschlichtung aus: (v.l.) Uwe, Manfred und Peter Ludolf während einer Unterbrechung der Verhandlung im Foyer des Landgerichts. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Sie schienen einst ein Herz und eine Seele, Uwe, Manni und Peter, die drei Brüder vom Schrotthandel Ludolf. TV-bekannt waren sie, hatten eine große Fangemeinde. Doch das alles ist Schnee von gestern. Vor dem Landgericht in Münster sahen sich die Drei am Dienstagnachmittag wieder. Es geht um viel Geld, um Klagen, mit denen sich die Brüder überziehen.

Mit Engelszungen redete Richter Dr. Kochmann zunächst auf die drei Brüder ein, die an diesem Dienstagnachmittag vor ihm saßen. Er hatte sie zu einem Gütetermin eingeladen. „Sie sind doch Brüder und oftmals steckt hinter solch einem Streit etwas anderes. Er ist mitunter nur ein Ventil.“ 

Die Ludolfs vor Gericht

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  • Manfred (l.) und Uwe Ludolf werde vertreten von ihren Anwältinnen Tanja Hennigfeld-Lafrentz (r.) und Jessica Müller -Horaczek

    Foto: Dieter Huge sive Huwe
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  • Peter Ludolf am Beginn der Verhandlung

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  • Peter Ludolf am Beginn der Verhandlung

    Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Uwe, Manfred und Peter Ludolf während einer Unterbrechung der Verhandlung im Foyer des Landgerichts.

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  • Uwe, Manfred und Peter Ludolf während einer Unterbrechung der Verhandlung im Foyer des Landgerichts.

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  • Peter Ludolf (r.) und sein Anwalt Jürgen Brandstädter während der Sitzungsunterbrechung

    Foto: Dieter Huge sive Huwe

Doch die Aufforderung, ein gemeinsames Gespräch unter der Mediation eines Richters zu suchen, schlug das Trio aus. Eine Viertelstunde Bedenkzeit während einer Sitzungsunterbrechung, Gespräche untereinander und mit den drei Rechtsanwälten im Foyer führten zu keinem Ergebnis.

Drohungen statt Schrottplatz-Idyll

Also stieg der Richter ins Verfahren ein, nicht ohne nochmals zu mahnen: „Sie bekommen ihr Urteil, aber ich habe persönlich Zweifel, ob Ihnen das helfen wird.“ Denn das traute Schrottplatz-Idyll von einst wird im Laufe des Zivilprozesses – das wurde bereits in der Auftaktverhandlung deutlich – merklich erschüttert werden. „Wir machen dich finanziell fertig“, sollen Manfred und Uwe Ludolf ihrem älteren Bruder Peter angedroht haben.

Die Ludolfs vor dem Landgericht in Münster

Worüber die Ludolf-Brüder streiten

Worüber wird gestritten? Manfred Ludolf will von Peter 50 000 Euro zurück, die er ihm einst geliehen haben will. Peter wiederum verlangt von Uwe knapp 17 000 Euro, die er ihm einst wegen einer Verbindlichkeit beim Fiskus geliehen habe. Und das ist offenbar nur der Anfang: Diffus standen weitere Forderungen im Raum, die allerdings in der Verhandlung noch keine Rolle spielten.

Der Richter hat nämlich zunächst darüber zu befinden, ob Peter Ludolfs Forderung gegen Bruder Uwe überhaupt zulässig ist, und ob dies weiter in Münster verhandelt werden kann, da der Beklagte Uwe im Bereich des Landgerichts Koblenz wohnt. Es war also nicht der Tag der Brüder, sondern der ihrer Rechtsbeistände, die mit dem Richter zu klären suchten, wie das Verfahren überhaupt durchgeführt werden kann. Die Hauptsache, nämlich der Streit um die besagten 50 000 Euro, kam daher noch gar nicht zur Sprache. Die Rechtsvertreter der Brüder haben jetzt Zeit, Stellungnahmen abzugeben.

Danach sehen sich die Brüder in jedem Fall vor dem Richter in Münster wieder.

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